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Jugendbücher aus Buchs treffen den Puls der «YouTube-Generation»

Der Ostschweizer Jugendbuchverlag Da Bux veröffentlicht Anfang September die dritte Edition. Zudem ist ein Buch nominiert für den Bookstar 2018. «Es läuft besser als wir es in unseren kühnsten Träumen ausgemalt hätten», sagt die Werdenbergerin Alice Gabathuler.

(pd) «Wir hätten nie damit gerechnet, dass unsere Bücher so schnell ihr Publikum finden», freut sich die Werdenbergerin Alice Gabathuler, die 2016 zusammen mit Tom Zai aus Walenstadt und Stephan Sigg aus St. Gallen den Verlag Da Bux gegründet hat, «in der ganzen Schweiz arbeiten Lehrpersonen mit unseren Geschichten.»

Stephan Sigg, Tom Zai und Alice Gabathuler (von links) mischen mit ihrem Verlag die Schweizer Jugendbuchszene auf. (Bild: PD)

Stephan Sigg, Tom Zai und Alice Gabathuler (von links) mischen mit ihrem Verlag die Schweizer Jugendbuchszene auf. (Bild: PD)

Auch Feedbacks der Jugendlichen zeigen, dass die Bücher ankommen. Als einziger Schweizer Verlag hat es der Da Bux Verlag mit einem Buch auf die Shortlist für den Bookstar 2018 geschafft. «Da waren wir wirklich baff», beschreibt Alice Gabathuler den Moment, als in diesem Frühling die Shortlist mit den zwanzig Nominierten für den Jugendbuchwettbewerb-Bookstar bekannt gegeben wurde. Mit dabei: «Hau ab, Bruderherz» von Franco Supino. Die Geschichte, die Jugendlichen das Thema Migration näherbringt, wurde verlegt vom Da Bux Verlag. «Wir haben von Anfang an an diese aktuelle Geschichte geglaubt», erklärt die Verlegerin.

Nominierung ist wie «ein Ritterschlag

«Die Shortlist wird von Jugendlichen zusammengestellt. Sie wählen aus allen Jugendbuchneuerscheinungen im deutschsprachigen Raum die zwanzig besten Bücher aus.» Für Da Bux sei das eine ganz besondere Ehre und wie «ein Ritterschlag». «Bis Ende September können die Jugendlichen für ihr Lieblingsbuch voten, wir fiebern natürlich schon der Preisverleihung entgegen.»

Gentechnik für Jugendliche

Auch für die Edition 3, die anfangs September erscheint, hat das Verlagsteam ein abwechslungsreiches Themenmenü zusammengestellt und namhafte Autorinnen und Autoren verpflichtet: In «Monster im Dunkeln» der Berner Autorin Karin Bachmann geht es um einen blinden Jugendlichen. Die bekannte Zürcher Autorin Katja Alves legt mit «Erwischt» eine witzige Geschichte über eine Jugendliche mit portugiesischen Wurzeln vor.

Die Ostschweiz ist gleich zwei Mal vertreten: Der Thurgauer Autor Severin Schwendener regt die Jugendlichen mit seiner packenden Geschichte «Biohacker» über Möglichkeiten und Grenzen von Gentechnik zum Denken an und Stephan Sigg gibt in «Noch 21 Tage» Einblicke in den Alltag eines Jugendlichen, der von Armut betroffen ist.

Innovation aus der Ostschweiz

«Es läuft besser als wir es in unseren kühnsten Träumen ausgemalt hätten», sagt Alice Gabathuler. «Die Lehrpersonen wissen unser Gesamtpaket zu schätzen: Sie bekommen Unterrichtsmaterialien zum Buch kostenlos dazu und können die Autoren zu Lesungen oder Workshops einladen.» Der Businessplan, den das Verlagstrio vor der Gründung ausgearbeitet hat, scheint aufzugehen.

Noch vor drei Jahren lag der Schweizer Jugendbuchbereich komplett brach. «Inzwischen werden wir sogar für Referate und Workshops für Unternehmer in anderen Branchen eingeladen», erzählt die Verlegerin und fügt lachend hinzu: «Ein junger Verlag aus der Ostschweiz, der im digitalen Zeitalter die Buchbranche aufrollt – das scheint zu beeindrucken. Natürlich braucht es ein bisschen Verrücktheit, um so etwas zu starten. Wir selber sehen uns als eine Buch-Band, die noch für viel Wirbel sorgen will.»

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