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Blitzschnell und doch mit Ruhe: Auf der Alp Rohr in Sennwald wird mithilfe eines Helikopters gebaut

Die Bauarbeiten am Berggasthaus Alp Rohr schreiten planmässig voran. Diese Woche wurde aufgerichtet.
Corinne Hanselmann
Der Helikopter bringt Bauelemente zur Alp Rohr. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Der Helikopter bringt Bauelemente zur Alp Rohr. (Bilder: Corinne Hanselmann)

Gut drei Monate sind vergangen seit dem Spatenstich auf der Alp Rohr. Der 1,55 Millionen Franken teure An- und Umbau des Berggasthauses im Auftrag der Ortsgemeinde Sennwald ist voll im Gang. Die Betonarbeiten sind zu einem grossen Teil abgeschlossen. Diese Woche wurde aufgerichtet.

Flughelfer und Zimmerleute helfen beim Platzieren.Flughelfer und Zimmerleute helfen beim Platzieren.
Der Pilot wartet, bis der Nebel sich verzeiht. Der Pilot wartet, bis der Nebel sich verzeiht.
Die Baustelle auf 1213 Meter über Meer.Die Baustelle auf 1213 Meter über Meer.
Dann geht es weiter. Ein Wand-Element wird geliefert. Dann geht es weiter. Ein Wand-Element wird geliefert.
Und zentimetergenau platziert. Und zentimetergenau platziert.
Einige Schaulustige verfolgten das Aufrichten auf Alp Rohr.Einige Schaulustige verfolgten das Aufrichten auf Alp Rohr.
Aus dem Nebel kommt der Helikopter geflogenAus dem Nebel kommt der Helikopter geflogen
Zentimetergenau platziert der Pilot das WandelementZentimetergenau platziert der Pilot das Wandelement
Treppe im Nebel.Treppe im Nebel.
Einige Schaulustige verfolgten das Aufrichten auf Alp Rohr. (Bilder: Corinne Hanselmann)Einige Schaulustige verfolgten das Aufrichten auf Alp Rohr. (Bilder: Corinne Hanselmann)
Die Teile werden vorerst provisorisch montiert. Die Teile werden vorerst provisorisch montiert.
Die Arbeiten schreiten voran.Die Arbeiten schreiten voran.
Die neue Wasseraufbereitungsanlage.Die neue Wasseraufbereitungsanlage.
In der Schwendi stehen die Teile bereit.In der Schwendi stehen die Teile bereit.
Flughelfer unterstützen den Piloten. Flughelfer unterstützen den Piloten.
Der Helikopter hat Durst. Der Helikopter hat Durst.
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Aufrichten auf der Alp Rohr mit Helikopter

Da die Zufahrt für Kran und Lastwagen aufgrund der schmalen Bergstrasse unmöglich ist, kam der Helikopter zum Einsatz. Er flog die in den Hallen der Alpiger Holzbau AG im Sennwalder Widdermoos vorgefertigten Wände, Böden, Treppen, Türen und Dachelemente von der Schwendi auf die Alp. Neben Pilot und Flughelfern war ein Team von sieben Zimmerleuten im Einsatz.

Keine teuren Flugminuten vergeuden

«Es ist eine grosse Herausforderung, dass diese Arbeiten blitzschnell und doch mit der nötigen Ruhe vonstatten gehen», sagt Elias Büchel, Projektleiter der Alpiger Holzbau AG. Das Arbeiten mit Helikopter ist teuer, weshalb keine wertvollen Minuten vergeudet werden. Die Teile, die der Helikopter zur Baustelle bringt, sind zwischen 100 und 1000 Kilogramm schwer.

Der in Balzers stationierte Airbus H125 der Swiss Helicopter könnte bis maximal 1200 Kilogramm transportieren.

Der in Balzers stationierte Airbus H125 der Swiss Helicopter könnte bis maximal 1200 Kilogramm transportieren.

Moderne Maschinen produzieren garantiert passende Bauteile

«Wir verfügen über eine Elementstrasse mit Nagelbrücke, welche CNC-gesteuert ist, um die Bauelemente zu produzieren», erklärt Elias Büchel, der das Gebäude im 3D-CAD-Programm gezeichnet hat, um die Daten für den automatischen Holzzuschnitt zu generieren. «Somit ist garantiert, dass die Teile passgenau zusammengefügt werden. Zudem ist man nicht abhängig vom Wetter, da es in der Halle das ganze Jahr über trocken ist.»

Unterbrüche wegen Nebel

«Wir probieren es», sagt der Helikopterpilot und gibt damit ein Startzeichen. Zimmerleute und Flughelfer setzen sofort ihre Helme auf und gehen in Position. Der Helikopter hebt von der Alp Rohr auf 1213 Meter über Meer ab. Hier musste er mehrere Pausen einlegen, weil der Nebel hoch und runter wanderte und dem Pilot zeitweise die Sicht nahm. Er fliegt runter zur Schwendi auf 830 Meter über Meer. Dort hängen Zimmerleute und Flughelfer die Lasten am Helikopter an. Diese wurden schon in der Fertigungshalle in der richtigen Reihenfolge aufgeladen.

Dann ist der Lärm zu hören, noch bevor der Helikopter mit einem Wandelement am Seil aus dem Nebel fliegt. Zentimetergenau wird es platziert und während der Pilot das nächste holt, montieren die Zimmerleute das Teil provisorisch. Wenn der Nebel die Arbeiten nicht gerade behindert, geht das Transportieren und Aufrichten zügig voran. Nur zwei bis drei Minuten dauert es, bis der Helikopter zur Alp geflogen ist und das nächste Teil holt.

Damit die Logistik reibungslos funktioniert, sei eine genaue Vorbereitung auf den Flugtag hin Voraussetzung, sagt Elias Büchel, Projektleiter Holzbau. Für ihn ist der Aus- und Umbau auf Alp Rohr eine besondere Baustelle. In seiner zehnjährigen Laufbahn bei der Alpiger Holzbau AG sei dies erst die zweite Baustelle, zu der geflogen werden müsse.

Nach dem Stelltag wird nun die Gebäudehülle geschlossen

Nach einigen Rotationen landet der Helikopter wieder auf Alp Rohr. Der Nebel ist wieder gestiegen. Rund 20 Minuten dauert der erneute Unterbruch. Man sei halt vom Wetter abhängig, so Büchel. Deshalb wurde auch erst kurzfristig am Mittwochabend definitiv entschieden, dass tags darauf aufgerichtet wird. Nach dem Stelltag sei es nun wichtig, dass so rasch wie möglich die Gebäudehülle geschlossen wird. «Es werden nun das Unterdach verlegt, Fenster montiert und das Windpapier als erste Abdichtung der Fassade montiert. Danach geht es dann schon bald im Innenausbau weiter.»

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