Blick in hoffnungsvolle Zukunft: Der regionale Verein Landhand will die Kontakte ins Vorarlberg und ins Allgäu intensivieren

Das Interreg-Projekt Landhand nimmt mit neuen Ideen Schwung auf. Das zeigte sich an der Hauptversammlung des Vereins in Salez.

Heidy Beyeler
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Isabella Schär bietet dem Verein Landhand seit einem Jahr hilfreichen Support.

Isabella Schär bietet dem Verein Landhand seit einem Jahr hilfreichen Support.

Bild: Heidy Beyeler

Weil die geplante Landhand-Ausstellung vom März in der Markthalle Sargans wegen der Coronapandemie auf das kommende Jahr verschoben werden musste, fand auch die HV des Vereins erst am 24. August im Landwirtschaftlichen Zentrum Salez statt.

Anschliessend informierte Isabella Schär, Lehrerin/Beraterin am LZSG Salez und zuständig für Marketing, Projekte, Direktvermarktung, bäuerliches Handwerk, Bäuerinnen und Lebensmittelsicherheit, über die korrekten Mengen- und Preisangaben, inklusive Herkunft der Rohstoffe, für den Handel. Dazu gehört sowohl die Beratung der Schweizer Landhand-Vorstandsmitglieder wie auch die Förderung von Netzwerken unter den länderübergreifenden Landhand-Mitgliedern aus dem deutschen Allgäu und dem Vorarlberg.

Seit acht Jahren steht der Verein auf eigenen Beinen

Nach den ordentlichen HV-Traktanden wurde es während der allgemeinen Umfrage so richtig spannend für dieVereinsmitglieder. Die Frage «Wie geht es weiter» stand im Raum, nachdem die geplante Ausstellung in der Markthalle Sargans im Frühjahr verschoben werden musste.

Das Interreg IV-Programm Alpenrhein, Bodensee, Hochrhein startete am 1. Januar 2007 mit sechs Partnern aus der Schweiz, Vorarlberg und Allgäu mit der Bezeichnung «Landhand – Hände, die Werte schaffen». Mit diesem Projekt wurde ein länderübergreifendes Netzwerk von regional tätigen Handwerkerinnen und Handwerkern initiiert und geknüpft. Das Projekt endete am 30. September 2011. Ab dann lag die Regie in den Händen der Verantwortlichen der involvierten drei Länder bzw. der Regionen. Annemarie Ackermann, Vorstandsmitglied, sagte:

«Seit der Gründung des Vereins Landhand Schweiz im September 2012 stehen wir auf eigenen Beinen.»

In der Folge wurde mit grossem Erfolg der Landhand-Handwerkermarkt aus der Taufe gehoben. Zum dritten Mal – so hoffen die Mitglieder – soll dieser Markt am 20. und 21. März 2021 nun stattfinden, zusammen mit den Landhand-Frauen aus Vorarlberg.

Kontakte pflegen und Netzwerk ausdehnen

An der HV von Landhand Schweiz wurde klar deklariert, dass der Kontakt mit den Allgäuerinnen und den Vorarlbergerinnen intensiviert werden soll. Gleichzeitig wünschen sich die Schweizer Mitglieder, dass auch jüngere Frauen und Männer aus der Ostschweiz mit ihrem wertvollen Handwerk einen Beitrag mit künstlerischen und ideellen Werten leisten werden.

Nebst der Region Hochrhein (Thurgau, Schaffhausen, Aargau) sind Handwerkerinnen und Handwerker aus den umliegenden Kantonen Glarus, Zürich und beiden Appenzell herzlich willkommen. Das Ziel sei es, das Netzwerk zu erweitern und zu festigen. Der geschützten Marke Landhand und den hohen Qualitätskriterien soll Sorge getragen werden, hiess es an der Hauptversammlung am LZSG in Salez weiter.

Support bekommt Landhand Schweiz von Isabella Schär und Heidi Kohler, Plantahof Landquart. Isabella Schär hat seit knapp einem Jahr Einsitz im Verein Landhand Schweiz. Sie engagiert sich voll und ganz für dieses Thema. «Wir werden Kontakt aufnehmen mit dem Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg, um das Netzwerk auszudehnen», sagt sie zum Schluss der Versammlung den Anwesenden.