Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Landwirtschaft zeigt an der Wiga Präsenz

Der Landwirtschaftliche Verein Werdenberg ist nach einer Pause wieder an der Wiga.
Heidy Beyeler
Die Dame im exklusiven Dirndl interessiert sich für frisches Obst und Gemüse. Bild: Heidy Beyeler

Die Dame im exklusiven Dirndl interessiert sich für frisches Obst und Gemüse. Bild: Heidy Beyeler

Die Landwirtschaft hat derzeit keinen einfachen Stand, stellt Bernhard Müller, Präsident des Landwirtschaftlichen Vereins, fest. Das, obwohl die Bauern seit zehn, zwanzig Jahren mit innovativen Ideen und Angeboten den Wünschen der Konsumenten dienen. Kleinere Betriebe bieten Lebensmittel direkt vom Hof an. Hofläden sind genauso beliebt wie die wöchentlichen Bauernmärkte. Durch Veränderungen sind die Bauern gefordert.

«Der administrative Aufwand, den wir von Amtes wegen erfüllen müssen, ist exorbitant und fast nicht mehr verkraftbar, obwohl sich die landwirtschaftlichen Produkte weltweit an der Spitze befinden betreffend Qualität.»

Aktuell steht die Landwirtschaft unter Beschuss hinsichtlich Pflanzen-, Klima- und Wasserschutz. «Gewisse Medien berichten fast ausschliesslich plakativ negativ über die Schweizer Landwirtschaft», ärgert sich Bernhard Müller.

Im Fokus der Öffentlichkeit

Verschiedene Kreise verlangen, dass in der Schweiz kein Fleisch mehr produziert werden soll. Das würde bedeuten, dass kein Schweizer Fleisch mehr konsumiert werden könnte. Mit anderen Worten, es würde mehr Gemüse verzehrt. Aber wie soll das gehen? Wenn Pflanzenschutzmittel grundsätzlich verboten werden, müssen Fleisch und Gemüse aus dem Ausland importiert werden, gab Stefan Britschgi am Stand des Landwirtschaftlichen Vereins Werdenberg zu bedenken. Bernhard Müller berichtet, dass in der Landwirtschaft bereits verschiedene Versuche zum Thema Pflanzenschutz laufen. Diese sollen ermöglichen, dass auf gewisse Mittel verzichtet werden könnte. «Wir sind daran, diesbezüglich entsprechende Tests mit homöopathischen Mitteln für die Pflanzen durchzuführen.»

Neu Erkenntnisse und fast unbekanntes Gemüse

Alternativen mit deutlich kleinerer Dosis von Pflanzenschutzmitteln sind möglich, die bei der Ernte von Gemüse nur noch in «Millionstel-Prozenten» nachgewiesen werden. Ebenso gibt es Erkenntnisse darüber, wann der richtige Zeitpunkt für Schädlingsbekämpfung angesagt ist, ob tagsüber oder in der Nacht, wie Beni Dürr von der Firma Verdunova Sennwald, in einem persönlichen Gespräch erklärte.

Am Stand des Landwirtschaftlichen Vereins Werdenberg, war der Böschnihof, Sevelen mit interessanten Novitäten aus der Gemüseproduktion anwesend. Zum Beispiel: eingelegtes Kardy-Gemüse mit einem leckeren Dip. Kardy wird in der Schweiz fast ausschliesslich in der Region Genf angebaut. «Wir sind einer der ganz wenigen, die Kardy in der Deutschschweiz anbauen, weil es eine schwierige Gemüsepflanze ist.» Die luftgetrockneten Tomaten, werden auf dem Böschnihof mit einem bestimmten Verfahren getrocknet und bleiben lange Zeit haltbar. Das Dinkelrisotto mit getrocknetem Spargel ist ebenfalls eine Spezialität.

Aus all den Angeboten und Ideen zeigt es sich, dass die Schweizer Bauernfamilien alles daran setzen, qualitativ hochstehende Produkte herzustellen und zu verarbeiten. Sie sind offen, sich den neuen Voraussetzungen zu stellen, «aber die Vorschriften, die man uns auferlegt, dürfen nicht grenzenlos sein», sagt Bernhard Müller. Das ist ein Grund, an der Wiga Präsenz zu zeigen und, um den Leuten die reale Landwirtschaft näher zu bringen, und natürlich des Ansehens willen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.