Bijou in Oberschan: Von der Sägerei zum Wohnhaus

In Oberschan steht heute ein Einfamilienhaus, wo früher die alte Sägerei stand. Die AG zur Förderung der inneren Verdichtung Wartau hat mit viel Engagement ein Projekt für die Umnutzung der ehemaligen Sägerei umgesetzt und damit einen wichtigen Beitrag an die Erneuerung des Dorfkerns geleistet.

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Auflagen der Denkmalpflege mussten eingehalten werden beim Hausbau.

Auflagen der Denkmalpflege mussten eingehalten werden beim Hausbau.

(pd/wo) Die ehemalige Säge wurde abgebrochen. Beim Projekt für den Neubau wurde die Gebäudevolumetrie der alten Säge und damit auch Vorgabe der Denkmalpflege übernommen. Den Auflagen an das Dorfbild von nationaler Bedeutung wurde nachgelebt, da Oberschan eines der vier Dorfbilder von nationaler Bedeutung in der Gemeinde Wartau ist. Das Neubauprojekt für 6½ Zimmer fügt sich ausgezeichnet in die intakte Bebauungsstruktur ein, schreibt die Gemeinde Wartau in einer Medienmitteilung. Der Neubau hat einen besonderen Charme und verfügt über eine grosszügige Terrasse am Mülbach mit einer attraktiven Aussicht auf die Liechtensteiner und Bündner Bergwelt, an der sich ab August Mieter erfreuen.

Erfolgreiche Planung und Bauausführung

Die AG zur Förderung der inneren Verdichtung Wartau (AG IVW) wird mehrheitlich durch öffentliche Gemeinwesen getragen und führte kürzlich ihre Generalversammlung durch unter der Leitung von Guido Germann, Bad Ragaz. Dabei liessen sich die Vertreter der Aktionäre über den Bauverlauf der alten Säge informieren. Diese zeigten sich besonders erfreut darüber, dass eine Familie die Liegenschaft ab August mietet.

Der Wartauer Architekt Matthias Gauer projektierte und begleitete den Bau. Die Ausführung des Bauvorhabens wurde einem Totalunternehmen, ITW AG, Balzers, übertragen. Gemeindepräsident Beat Tinner amtet als Geschäftsführer der AG IVW. Er betont, dass der Neubau auch dank der ausgezeichneten Arbeit der Handwerker sehr geglückt sei.

Bestehende Substanz besser nutzen

Die Gesellschaft AG zur Förderung der Inneren Verdichtung wurde im Jahr 2013 gegründet, um bestehende Bausubstanz in den Wartauer Dorfkernen besser für ein zeitgemässes Wohnen zu nutzen. Die AG hat sich zum Ziel gesetzt, dem in der Volksabstimmung vom Frühjahr 2013 angenommenen Raumplanungsgesetz nachzuleben. Das neue Raumplanungsgesetz verlangt, nach innen zu verdichten und haushälterisch mit dem Boden umzugehen.
Die AG zur Förderung der inneren Verdichtung greift nicht in den kommerziellen Immobilienmarkt ein, sondern setzt Projekte um, die für private oder institutionelle Investoren zu wenig interessant sind. Solche Projekte sind aufwändig in der Planung und in der Umsetzung.
Die AG zur Förderung der inneren Verdichtung möchte einen Beitrag zur Verschönerung des Ortsbildes und zur Steigerung der Wohnattraktivität der Gemeinde Wartau leisten. (pd)

Alte Säge, Oberschan, Nordansicht mit Eingang. (Bilder: Mario Viecelli)

Alte Säge, Oberschan, Nordansicht mit Eingang. (Bilder: Mario Viecelli)