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Bier hat Heimat in Weite

Seit 17 Jahren wird in der Region Braugerste für das Sonnenbräu Ribelgold Maisbier angepflanzt. An ihrer Pressekonferenz orientierte die Geschäftsführerin Claudia Graf über den Stand des regionalen Anbaus.
Saskia Bühler
Claudia Graf und Markus Eggenberger stossen auf ihre Zusammenarbeit an. (Bild: Saskia Bühler)

Claudia Graf und Markus Eggenberger stossen auf ihre Zusammenarbeit an. (Bild: Saskia Bühler)

Das Feld von Markus Eggenberger in Weite ist dieses Jahr nicht so hoch gewachsen wie sonst. Schuld daran ist die anhaltende Trockenheit, die der Landwirtschaft in der Region zusetzt. Dennoch sind er und Claudia Graf, Geschäftsleiterin der Sonnenbräu AG in Rebstein, mit dem Zustand zufrieden; es kann schon bald geerntet werden. Auf dem Feld von Eggenberger wird seit 17 Jahren, damals noch von seinem Vater Ruedi, Braugerste für das Ribelgold Maisbier der Brauerei Sonnenbräu angepflanzt. Auf dem Feld trafen sich am Dienstagvormittag Graf und Eggenberger mit Vertretern der Presse. Sie informierten darüber, wie es um das Bierbrauen mit regionaler Braugerste steht.

«Bier braucht Heimat. Wir von der Sonnenbräu sind uns da sicher», erklärt die Geschäftsführerin. Für Bierkenner sei es wichtig zu wissen, wann, wie und wo ihr Bier gebraut werde. Deshalb wolle man Vertrauen schaffen, indem der ganze Prozess von der Saat bis zur Ernte der Gerste mitverfolgt werde.

Regionale Zutaten sehr kostenintensiv

Die Sonnenbräu hat mit ihrem Maisbier das erste Bier der Schweiz gebraut, das mit dem Culinarium Label ausgezeichnet wurde. Um das zu erreichen, müssen mindestens 80% der Zutaten – das Wasser ausgenommen – aus der Region stammen. Bislang waren für das Label nur 75% regionale Rohstoffe verlangt. Das Ribelgold Maisbier wird seit 16 Jahren von der Sonnenbräu AG gebraut. Claudia Graf bedankte sich bei der Gelegenheit bei Markus Eggenberger und den anderen regionalen Gerstenbauern für die langjährige und gute Zusammenarbeit. «Wir sind stolz, euer Partner zu sein», verkündet sie im Namen ihrer Firma.

Durch die Sicherstellung der regionalen Zutaten in ihren Bieren und die genaue Prozessüberwachung werde deren Brauverfahren teuer. Jedoch geht es der Sonnenbräu nicht primär um finanzielle Aspekte, sondern wirklich darum, der Region ein Stück Heimat zurückzugeben. «In einer Zeit, in der Brauereien verschwinden, Biere mit anderen Rezepturen oder von anderen Leuten gebraut, aber unter derselben Marke verkauft werden, soll unser Bier echt wirken. Es ist ein Original», erklärt sie stolz.

Von der wachsenden Beliebtheit kleiner Brauereien profitiert auch die Sonnenbräu mit ihrer regionalisierten Bierproduktion. Deshalb schaut das Unternehmen laut Claudia Graf auch zuversichtlich in die Zukunft.

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