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«Bienen sind Teil der Ausbildung»

Das Bewusstsein für die Bienen ist bei den heutigen Landwirten gestiegen», davon ist Andreas Widmer, Geschäftsführer vom St. Galler Bauernverband, überzeugt.
Katharina Rutz
Bienen sind Teil der heutigen landwirtschaftlichen Ausbildung. (Bild: Nana do Carmo)

Bienen sind Teil der heutigen landwirtschaftlichen Ausbildung. (Bild: Nana do Carmo)

Wenn die Wetterprognose um diese Jahreszeit warme und sonnige Tage vorhersagt, ist Heuwetter. Die Landwirte mähen ihre Wiesen. Einige davon setzten dabei auch einen sogenannten Mähaufbereiter ein.

«Vor allem bei langem Gras trocknen die durch den Mähaufbereiter geknickten Halme viel schneller», begründet Andreas Widmer, Geschäftsführer des St. Galler Bauernverbandes den Einsatz dieser Maschinen. «Rund die Hälfte der Landwirte im Kanton verfügen vermutlich heute über ein solches Mähgerät», so Widmer. Diese sind auch im Werdenberg im Einsatz.

Todesfalle Mähaufbereiter

Auf einer blühenden Wiese allerdings können solche Mähaufbereiter viel Schaden anrichten. Dann nämlich, wenn viele Honig- und Wildbienen sowie andere Insekten unterwegs sind. Eine Studie des Schweizerischen Zentrums für Bienenforschung und der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Agrarwirtschaft und Landtechnik kommt zum Schluss, dass auf einer Kunstwiese mit Weissklee rund die Hälfte aller Bienen entweder sofort getötet oder so schwer verletzt werden, dass sie keine Überlebenschance mehr haben.

«Mähaufbereiter sind Todesfallen für Insekten», sagt Hans-Peter Hagmann, Präsident des Bienenzüchtervereins Werdenberg.

Auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln macht den Bienen das Leben schwer. Die Bewirtschafter können also wesentlich zum Schutz der Bienen beitragen. Der Kanton Aargau hat deshalb letztes Jahr ein Projekt lanciert, mit welchem dem Bienensterben Einhalt geboten werden soll. Rund 300 der 2500 Bauernbetriebe im Aargau nehmen daran teil. Sie müssen neun Grundmassnahmen erfüllen, unter anderem darf bei Bienenflug nicht gemäht und kein Aufbereiter eingesetzt werden.

Laut Hans-Peter Hagmann achten die Landwirte im Werdenberg beim Bewirtschaften auf die Bedürfnisse der Bienen. Bis auf einige schwarze Schafe hört er aus Mitgliederkreisen des Bienenzüchtervereins Werdenberg nicht viel Negatives (siehe Front). «Bienen sind Teil der heutigen landwirtschaftlichen Ausbildung», sagt Andreas Widmer. «Sie sind ein Teil der Natur und auf den Bauernbetrieben ist das Bewusstsein für sie gestiegen», ist er überzeugt. Ein Projekt wie im Kanton Aargau sei im Moment im Kanton St. Gallen nicht vorgesehen.

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