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Biber fühlt sich im Wartau wohl

Der Biber ist schon seit einer ganzen Weile auch in der Gemeinde Wartau wieder heimisch. Nun hat er es sich im Neugütergiessen in der Rheinau in einem Bau gemütlich gemacht.
Jessica Nigg
Seenlandschaft im schmalen Waldstreifen zwischen den Feldern der Rheinau. (Bild: Jessica Nigg)

Seenlandschaft im schmalen Waldstreifen zwischen den Feldern der Rheinau.
(Bild: Jessica Nigg)

Im Gebiet von Rebstein bis zur Gemeinde Wartau gibt es mittlerweile wieder 30 bis 35 Biber, wie Wildhüter Silvan Eugster auf Anfrage des W&O erklärt. Im Neugütergiessen, inmitten von Feldern, scheint es ihm gut zu gefallen. Seine Biberburg verfügt über eine derzeit etwa einen Meter hohe «Staumauer» aus Ästen und Zweigen, welche das Wasser des Neugütergiessens viele Meter zurückstaut.

Unproblematischen Standort ausgesucht

Knapp ein Meter hoch ist der vom Biber gebaute Damm. (Bild: Jessica Nigg)

Knapp ein Meter hoch ist der vom Biber gebaute Damm. (Bild: Jessica Nigg)

Gemäss der Gemeinde Wartau hat der Damm keinen Einfluss auf die Bewässerung, weshalb kein Handlungsbedarf bestehe. So unkompliziert verläuft die Ansiedlung des zweitgrössten Nagetiers der Welt nicht überall. Im intensiv landwirtschaftlich genutzten Rheintal, das kaum Gefälle aufweist, können Biber mit ihren Landschaftsgestaltungen für Probleme sorgen, zum Beispiel, wenn es zu Überschwemmungen von Kulturland kommt. Ausserdem fällen die im Mittel etwa 18 Kilogramm schweren Tiere manchmal auch Bäume, um die es schade ist. Bei ihren Bauarbeiten können die Biber auch Wege untergraben. Dann kann es vorkommen, dass der Bau unter dem Gewicht eines Fahrzeugs einbricht. Nicht selten sind es dann Landwirte auf ihren Traktoren, die das Nachsehen haben.

Bei Problemen Hilfe anfordern

Immer tiefer steht dieser Baum im Wasser. Der Baumeister selbst wollte nicht vor die Kamera. (Bild: Jessica Nigg)

Immer tiefer steht dieser Baum im Wasser. Der Baumeister selbst wollte nicht vor die Kamera. (Bild: Jessica Nigg)

Tauchen Probleme mit dem Biber auf, muss die Wildhut kontaktiert werden, betont Silvan Eugster und weist darauf hin, dass eine Biberburg genauso geschützt ist, wie das Nagetier selbst. «Geschädigte melden sich am besten beim zuständigen Wildhüter. Sie dürfen nicht einfach einen Damm eines Bibers einreissen, damit das Wasser, das den eigenen Boden überschwemmt, abfliessen kann. Wir werden dabei helfen, mit geeigneten Mitteln Schäden zu beseitigen, ohne die Biberburg oder deren Bewohner zu schädigen.» So werden zum Beispiel Gitter um Bäume angebracht oder Rohre in Dämme eingeführt, um den Wasserabfluss zu gewährleisten. Immer wieder wird der Wildhüter des Gebietes Rheintal bis Wartau um Hilfe gebeten. «Aus Wartau kamen bislang keine Anfragen. Hier dürfte der Biber noch nicht für Ärger gesorgt haben.» Die Zusammenarbeit mit Privaten und Gemeinden funktioniere hervorragend, so Eugster. «Vorbildlich war zum Beispiel das Vorgehen der Gemeinde Sevelen. In Rans haben wir eine guten Lösung für Mensch und Biber gefunden.» Auch in Altstätten habe es einiges zu tun gegeben, führt der Wildhüter weiter aus. Stauungen des Bibers hätten zu diversen Meliorationsarbeiten geführt.

Biberpopulation verdichtet sich weiter

Nachdem der Biber vor rund 200 Jahren in der Region nach übermässiger Bejagung verschwand, ist vor 18 Jahren das erste Tier wieder im Kanton St. Gallen aufgetaucht. Mit aktuell 30 bis 35 Bibern im Gebiet Rebstein bis Wartau sei das Ende der Ausbreitung dieser Spezies noch lange nicht erreicht. «Der Biber ist sehr unkompliziert», erklärt Silvan Eugster. «Überspitzt gesagt, reicht ihm quasi jede Pfütze. Der Biber gestaltet sich seinen Lebensraum selbst so, dass er für ihn passt.» Silvan Eugster ist überzeugt, dass die Biberdichte im Rheintal deshalb in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird, mit allen Vor- und Nachteilen.

Biber in der Rheinau Trübbach

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