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Beziehungsdelikt im Schaaner Riet: Der Fall wird neu verhandelt

Die Verurteilung eines 29-Jährigen wegen versuchten Mordes an seiner Ehefrau ist aufgehoben. Die Neuverhandlung des Falls am Kriminalgericht dürfte gemäss Verteidigung im September stattfinden.
Oliver Beck
Der Fall liegt nun wieder beim Kriminalgericht. (Bild: Daniel Schwendener)

Der Fall liegt nun wieder beim Kriminalgericht. (Bild: Daniel Schwendener)

Rund ein halbes Jahr ist vergangen, seit ein zum Tatzeitpunkt 29-jähriger Mann vom Kriminalgericht unter anderem wegen versuchten Mordes durch Unterlassung an seiner 25-jährigen Ehefrau für schuldig befunden und zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden war. Dieser Schuldspruch ist nun hinfällig. Das Kriminalgericht wird sich des Falls neu annehmen.

Oberster Gerichtshof leistet Revision keine Folge

Ihren Grund hat die Neuaufnahme des Gerichtsverfahrens in der Anfechtung des ursprünglichen Urteils durch die Verteidigung des Angeklagten beim Obergericht.

Deren damalige Argumentation: Der Vorsatz für einen versuchten Mord sei im Urteil unzureichend begründet, der Schuldspruch entsprechend nicht zulässig. Eine Ansicht, welche das Gericht teilte – und der Berufung in seinem Urteil vom 22.Mai 2019 deshalb stattgab.

Oberste Instanz: Verurteilung zu wenig begründet

Die Staatsanwaltschaft legte dagegen wiederum Revision beim Obersten Gerichtshof ein. Allerdings erfolglos, wie aus dessen Urteil vom 26.Juli hervorgeht. Wie zuvor schon das Obergericht, erachtete auch der Oberste Gerichtshof die Verurteilung wegen versuchten Mordes als zu wenig begründet.

Weil gegen diesen Entscheid keine weiteren Rechtsmittel zulässig sind, ist dies gleichbedeutend mit der Aufhebung des ursprünglichen Urteils des Kriminalgerichts. «Der Fall muss folglich neu entschieden werden», heisst es vonseiten der mit der Verteidigung des heute 30-Jährigen betrauten Kanzlei Ospelt & Partner Rechtsanwälte AG.

Neuverhandlung wohl im September

Den Verhandlungstermin erwartet man dort «voraussichtlich im September». Für die Verteidigung geht es dann vornehmlich darum, den Vorwurf des versuchten Mords final zu entkräften. Stattdessen wird ein Schuldspruch wegen schwerer Körperverletzung angestrebt, wessen der Angeklagte auch schon im Rahmen des ersten Urteils schuldig gesprochen wurde.

«Dass er sich dessen schuldig gemacht hat, hat unser Mandant auch nie bestritten.»

Während die Höchststrafe bei versuchtem Mord bei zwölf Jahren Haft liegt, beträgt sie in Fällen schwerer Körperverletzung zehn Jahre.
Die Ehefrau des Angeklagten ist seit dem Vorfall im Schaaner Riet im Juni 2018 schwerbehindert. Sie ist halbseitig gelähmt, sitzt im Rollstuhl und kann nicht mehr sprechen.

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