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Ex-Profifussballer Alain Sutter ist überzeugt: Bewegung hat günstigen Einfluss auf Stressbewältigung

Der ehemalige Fussballprofi Alain Sutter referierte bei den Psychiatrischen Diensten Süd in der Klinik St. Pirminsberg über die Auswirkungen von Bewegung auf die psychische Gesundheit.
Der ehemalige Fussballprofi Alain Sutter teilte seine Erfahrungen mit seiner und der psychischen Gesundheit seiner Klienten im Zusammenhang mit Bewegung. (Bild: PD)
Viele Interessierte hörten Alain Sutter gebannt zu.
Christian Gerber (1950-2018) (Bild: PD)
3 Bilder

Bewegung als heilsames Mittel

Der 10. Oktober gilt weltweit als internationaler Tag der psychischen Gesundheit. Er wurde 1992 vom Weltverband für psychische Gesundheit gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen. Unter dem Motto «Psychische Gesundheit und Bewegung» fanden bei den St. Gallischen Psychiatrie-Diensten Süd in der Klinik St. Pirminsberg zwei Anlässe statt.

Am Nachmittag hatten Patientinnen und Patienten der Behandlungsstationen der Klinik St. Pirminsberg sowie der drei Psychiatrie-Zentren die Gelegenheit, die belebenden Auswirkungen von Bewegung selbst zu erfahren. Sporttherapeut Wolfgang Meier und sein Therapeutenteam haben dazu einen abwechslungsreichen Parcours erstellt, welcher Bewegung in vielfältiger und spielerischer Art ermöglichte. Eindrücklich, wie anfangs zurückhaltende Patienten durch die Aktivität in der Gruppe schnell einen lebendigen Zugang zu spielerischer Bewegung fanden. Mit einfachen Mitteln ist es gelungen, Bewegung in den Alltag zu bringen und für einige Stunden die heiteren und verbindenden Seiten gemeinsamer Aktivitäten zu beleuchten, wie der Pressedienst der St. Gallischen Psychiatrie-Dienste Süd schreibt.

Bewegter Körper gleich psychische Gesundheit

Dass Bewegung ausgleichend und heilsam wirkt, hat die Sportwissenschaftlerin und Sporttherapeutin Ursina Raymann in einem kurzen Vortrag anhand wissenschaftlicher Untersuchungen aufgezeigt. Und das bestätigt, was alle gemeinsam erfahren haben: Bewegung tut gut.

Zur öffentlichen Podiumsveranstaltung am Abend ebenfalls in der Klinik St. Pirminsberg konnte Gastreferent Alain Sutter, ehemaliger Fussballprofi, Stressmanagement-Coach und Sportchef des FC St. Gallen, begrüsst werden. In seinem Referat informierte er die rund 80 anwesenden Fachpersonen und Interessierte über seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Stress, einerseits während seiner Karriere als Profifussballer, andererseits aber auch aus der Perspektive seiner Coach-Tätigkeit.

Bewegung soll Freude machen

Die wichtige Erkenntnis, dass Bewegung einen günstigen Einfluss auf das Stresserleben und die Stressbewältigung ausübt, kamen auch in seinen Ausführungen zum Ausdruck. Das wichtigste dabei sei, dass die Bewegung Freude mache und man dem Geist die Gelegenheit gebe, sich auszuruhen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion sprachen der Chefarzt der Psychiatrie-Dienste Süd, Dr.med. Thomas Meier, Ursina Raymann, Alain Sutter und ein von Ängsten und Depressionen Betroffener über die Erfahrungen, Auswirkungen und Zusammenhänge von Bewegung und psychischer Gesundheit. Gerade in der Bewältigung einer psychischen Erkrankung kann Bewegung eine tragende Rolle spielen, wie die persönlichen Einblicke des Betroffenen in seine Bewältigungsstrategien zeigten.

Wichtig ist dabei, seine Grenzen zu kennen und auch seine Ziele und Erwartungen realistisch zu setzen. Das sei auch entscheidend im Spitzensport, bestätigten der Psychiater Thomas Meier wie auch Alain Sutter, um nicht am Leistungsdruck durch Sponsoren, Fans und Medien, aber auch eigenen inneren Leistungsansprüchen, zu zerbrechen. Und dass Bewegung über die körperliche Bewegung hinausgeht: Beweglich zu bleiben im Geist und der Kreativität, dem Leben mit Neugierde und Offenheit zu begegnen. (pd)

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