Bertrand Hug hat die Nase vorn im Rennen um das Präsidentenamt der Gemeinde Sennwald

In Sennwald kommt es zu einem zweiten Wahlgang. Am Sonntag hat keiner der vier Kandidierenden für das Amt als Gemeindepräsident das absolute Mehr erreicht. Am meisten Stimmen gingen an Bertrand Hug.

Katharina Rutz
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Bertrand Hug erreichte im 1. Wahlgang für das Gemeindepräsidium Sennwald am meisten Stimmen, das absolute Mehr jedoch erreichte er nicht. (Bild:PD)

Bertrand Hug erreichte im 1. Wahlgang für das Gemeindepräsidium Sennwald am meisten Stimmen, das absolute Mehr jedoch erreichte er nicht. (Bild:PD)

(kru) Das absolute Mehr in der Ersatzwahl für Peter Kindler betrug 835 Stimmen. Diesem Resultat kam Bertrand Hug, Polizist aus Frümsen mit 585 Stimmen am nächsten. Dahinter liegen Fabienne Bernegger-Hafner und Jürg Stricker praktisch gleichauf. Bernegger erreichte 416 Stimmen und Stricker deren 414. Etwas abgeschlagen liegt Markus Inhelder auf dem vierten Platz mit 245 Stimmen. Vereinzelte erhielten 8 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug über 52 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am 9. Februar 2020 statt.

Hug und Bernegger treten an, Stricker noch unschlüssig

«Vollgas weitermachen» wird Bertrand Hug. Der Polizist aus Frümsen zeigte sich am Sonntag über sein Resultat «extrem erfreut» und dankt allen, die ihn tatkräftig unterstützt haben. «Die Leute wurden darauf aufmerksam, dass ich mich für die Öffentlichkeit einsetze», sagte Hug. Besonders gefreut haben ihn Aussagen von Personen, die ihn bei der Wahl 2012 nicht gewählt haben und ihm dieses Mal die Stimme zusicherten. Sollte es auch dieses Mal mit der Wahl zum Gemeindepräsidenten nicht klappen, würde er sich weiterhin für die Öffentlichkeit in der Gemeinde und Region engagieren. «Mein Engagement ist nicht abhängig von der Wahl, jedoch wäre meine Einflussnahme als Gemeindepräsident nachhaltiger», so Bertrand Hug.

Fabienne Bernegger-Hafner allerdings hat sich bereits für den zweiten Wahlgang entschieden. «Ich freue mich sehr, dass ich als Auswärtige bereits im ersten Wahlgang ein so gutes Resultat erzielt habe», sagt die Juristin aus Buchs. «Ich möchte mich für das Vertrauen bei allen Sennwalderinnen und Sennwaldern bedanken und natürlich gratuliere ich auch Bertrand Hug zu seinem guten Resultat.» Nun möchte sie die Möglichkeit nutzen, bis zum zweiten Wahlgang weitere Kontakte zu knüpfen und die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass sie die richtige Kandidatin sei.

Etwas enttäuscht über sein Resultat zeigte sich gestern Jürg Stricker. «Zwar ist das Rennen um den zweiten Platz eng, jedoch hätte ich mich in den ersten zwei Rängen gesehen», so Stricker. Der Geschäftsführer von Abacus Business Solutions GmbH in München will nun genau analysieren, wie es zu diesem Resultat kam. Vielleicht sei er zu wenig präsent gewesen, da er unter der Woche im Ausland weile. Nächste Woche will er entscheiden, ob er ein zweites Mal antritt: «Tendenziell ja.»

Inhelder steigt aus

Markus Inhelder machte gestern aus seiner Enttäuschung keinen Hehl: «Das Resultat ist ernüchternd.» Der Co-Geschäftsleiter des EW Sennwald wird nicht mehr antreten.