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Bergbahnen Wildhaus machen «fairen» Vorschlag für alle Beteiligten

Im Streit der beiden Bergbahnen im Obertoggenburg machen die Bergbahnen Wildhaus einen «fairen Vorschlag zur Güte»: Neben einer Fortsetzung des gemeinsamen Wintertickets von Unterwasser-Alt St.Johann und Wildhaus soll es ab 2019/2020 jeweils auch lokale Tickets der beiden Achsen geben. Das soll sowohl den beiden Bahnunternehmen als auch den Gästen zu Gute kommen.
Thomas Schwizer
Neben dem gemeinsamen Winterticket für die Bergbahnen Wildhaus und die Toggenburg Bergbahnen soll es künftig auch zwei örtliche Ticket für jede der beiden Bahnen geben: Mit diesem Vorschlag wollen die «Wildhauser» die heutige Streitsituation entschärfen und den beiden Bahnen ermöglichen, aus ihrer jeweiligen Strategie mehr Ertrag zu generieren. (Bild: PD)

Neben dem gemeinsamen Winterticket für die Bergbahnen Wildhaus und die Toggenburg Bergbahnen soll es künftig auch zwei örtliche Ticket für jede der beiden Bahnen geben: Mit diesem Vorschlag wollen die «Wildhauser» die heutige Streitsituation entschärfen und den beiden Bahnen ermöglichen, aus ihrer jeweiligen Strategie mehr Ertrag zu generieren. (Bild: PD)

Der regionale Tarifpool bringt der Toggenburg Bergbahnen AG (TBB) und der Bergbahnen Wildhaus AG (BBW) heute insgesamt rund 8 Millionen an Ticketeinnahmen. Die Verteilung dieser Einnahmen bildet seit Jahren Anlass für Streit. Die TBB haben darum auf Ende der Wintersaison 2018/19 das definitive Aus dieses Ticketverbundes angekündigt.

Am Freitag haben die Bergbahnen Wildhaus AG dem «Partnerunternehmen» einen Vorschlag unterbreitet. Er enthält als zentrales Element, zusätzlich zur Fortsetzung des Ticketverbundes, die Schaffung von zwei lokalen Skipässen für beide Gebiete. Diese gab es bereits bis im Jahr 1996.

Massgeschneiderte Angebote der beiden Bahnen für ihre Gäste

So ermöglichten die beiden Bahnen jenen Gästen, welche die Anlagen im gesamten Gebiet nutzen wollen, dies weiterhin mit einem gemeinsamen Billett ermöglichen. Neu könnten die Bahnen aber jeweils massgeschneiderte Angebote schaffen, die der jeweiligen Strategie beziehungsweise Ausrichtung ihres Stranges entsprechen und so die jeweilige Gästestruktur ansprechen. In der Tarifgestaltung für dieses örtliche Angebot wären die beiden Unternehmen dann frei.

Im Gegenzug machen machen die «Wildhauser» der TBB das Angebot, dass die Einnahmen aus dem gemeinsamen Ticketverbund für die nächsten Jahre auf 54 Prozent zu Gunsten der TBB und 46 Prozent zu Gunsten der BBW festgesetzt werden. Das entspreche dem Durchschnitt der letzten drei Jahre, der digital erhoben worden sei. «Wir sind jederzeit bereit, den Schlüssel von unabhängigen Fachleuten beurteilen zu lassen.» Das sagte Jakob Rhyner, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG, vor dem Mittag den Medien.

Entgegen kommt die BBW den TBB mit folgendem Vorschlag: Dieser Verteiler von 54/46 soll auch dann bleiben, wenn in Wildhaus das Erneuerungsprojekt 2.0 realisiert wird. Nach heutigem Verteilschlüssel würde Wildhaus mit der geplanten neuen Sesselbahn nämlich einen höheren Anteil aus dem Ticketverbund erhalten.

"Unsicherheiten entkrampfen und entschärfen"

Jackob Rhyner, Verwaltungsratspräsident der Bergbahnen Wildhaus AG, ist «felsenfest überzeugt, dass unser Angebot sehr fair und zur Güte ist». Mit dem Vorschlag aus Wildhaus würden die Einnahmen aus dem gemeinsamen Ticketverbund noch rund einen Viertel der heutigen Summe ausmachen, also nur noch 2,5 statt heute 8 Millionen Franken. Das hat die BBW anhand der digitalen Daten aus den vergangenen drei Jahren Ticketverbund erhoben.

Damit sei die Streitsumme deutlich geringer als heute. Und die Bedeutung der eigenen Anlagen und deren Weiterentwicklung gemäss der jeweiligen Strategie der beiden Bahnen würde verstärkt direkt zu Gute kommen.

Nur bei einer Einigung gibt NRP-Mittel für Wildhaus

Das Entkrampfen der Streitsituation und der «Vorschlag zur Güte» erfolge im Interesse beider Partner, der Hotellerie und vor allem der Gäste, ist die BBW überzeugt. Und natürlich geht es den «Wildhausern» auch darum, dass die St.Galler Regierung bei der erhofften Einigung der beiden Bahnunternehmen grünes Licht für die 5 Millionen NRP-Gelder für das Projekt Wildhaus 2.0 gibt. Denn nur wenn die beiden Bahnen gemeinsam eine Einigung finden, dann gibt St.Gallen diese Mittel frei.

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