Bei der Unterhaltung der Bergfinkli Grabs war die Halle bis auf letzten Platz besetzt

Die Zuhörer sind bei der Unterhaltung der Bergfinkli Grabs dem hektischen Alltag für ein paar Stunden entronnen.

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Der Jodlerklub Bergfinkli begeisterte die rund 800 Gäste des Unterhaltungsabends.

Der Jodlerklub Bergfinkli begeisterte die rund 800 Gäste des Unterhaltungsabends.

Bild: PD

(pd) «Mir wüssed d’Wält isch anderscht worde, mänge schöne Bruch stirbt us. Sigs im Süde oder sigs im Norde, s’isch nüm gliech im Schwizerhus.» – So hiess es letzten Samstag in der dritten Strophe im Eröffnungslied des Jodlerklubs Bergfinkli Grabs.

Treffender hätte man den Unterhaltungsabend wohl kaum eröffnen können. Tatsächlich brauchte es viel Geduld, bis die Bewilligung aus St.Gallen da war. Das hat es in der Geschichte der Bergfinkli noch nie gegeben. Aber in Anbetracht der Situation mit dem Corona-Virus wollte man auf der sicheren Seite sein.

Naturjodel fand beim Publikum grossen Anklang

Obwohl Vieles nicht mehr gleich ist wie im «Schwizerhus» füllte sich die Halle im Unterdorf bis auf den letzten Platz. Das Ländlertrio Moosbuebe aus Euthal SZ überbrückte die Zeit, bis alle ihren Platz gefunden hatten, mit lüpfiger Musik.

Dann eröffneten die Bergfinkli, unter der Leitung von Timo Allemann, das Liederprogramm mit dem Lied «Heb Freud am Läbe» und einem Toggenburger Naturjodel. Ein vierteiliger Naturjodel und für jeden Teil einen anderen, jungen Vorjodler. Das fand beim Publikum sehr grossen Anklang.

Ernst Frehner führte locker durchs Programm

Hans Vetsch, seit über zwanzig Jahren Präsident des Jodlerklubs Bergfinkli, begrüsste die zahlreichen Ehren- und Passivmitglieder sowie viele Gönner, die den Verein jahrelang unterstützt haben.

Ebenso begrüsste er die anwesenden Behördemitglieder der Gemeinde Grabs und sehr viele Delegationen von einheimischen und befreundeten Vereinen. Dann übernahm Ernst Frehner das Mikrofon. In seiner von ihm gewohnt lockeren Art führte er durchs Programm.

Mit klaren Stimmen die Herzen der Zuhörer erobert

Nicht weniger zu gefallen vermochte dann auch die Jodlergruppe Hirschberg aus Appenzell unter der Leitung von Richard Hinrichs. Mit ihren klaren Stimmen eroberten sie gleich die Herzen der Zuhörer. Der Jodlerklub Wiesenberg aus Dallenwil, unter der Leitung von Thomas Gabriel und Frediy Wallimann, brauchte nicht um seine Aufmerksamkeit zu bangen. Mäuschenstill waren die wohl rund achthundert Gäste während ihrer Vorträge.

Nach der Pause mit traditionellem Lösliverkauf ging das abwechslungsreiche Programm weiter. Die Jodlergruppe Hirschberg mit ihren Zäuerli und Ratzliedli und einem ihrer ganz grossen Hits «Morgenrot im Alpstein», der Jodlerklub Wiesenberg mit den urchigen Innerschweizer-Jujtz und natürlich «Ewigi Liebi» sowie die Bergfinkli, die vorwiegend den Toggenburger Naturjodel pflegen.

Gemütliche Stunden in Jodlerkreisen erlebt

Mit einem Dank an alle fleissigen Helfer, den Dirigenten Timo Allemann und seinen Stellvertreter Albert Ullmann, ging der Liederteil zu Ende. Danach spielte das Ländlertrio Moosbuebe zum Tanz auf. Manch einer vergass den hektischen Alltag und konnte ein paar gemütliche, schöne Stunden in Jodlerkreisen erleben.

Da trifft der weitere Verlauf der dritten Strophe im Eröffnungslied der Bergfinkli wieder zu: «La wäg däm de Chopf nid hange; hilf erhalte was dir gfallt. Blieb als Schwizer bi de Stange, das git Chraft und das git Halt.»