Behörden informierten und zeigten: Wohnen in der Gemeinde Gams ist begehrt

Die Einwohnerzahlen steigen, es wird viel gebaut und damit gibt es in Gams auch mehr Schüler, hiess es am Informationsanlass der Gemeindebehörden.

Adi Lippuner
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Ortsgemeindepräsident Karl Lehnherr, Schulratspräsident Matthias Wettstein und Gemeindepräsident Fredy Schöb (von links).

Ortsgemeindepräsident Karl Lehnherr, Schulratspräsident Matthias Wettstein und Gemeindepräsident Fredy Schöb (von links).

Bild: Adi Lippuner

In der Regel informieren die Behörden, das sind die Präsidenten der politischen Gemeinde, der Schul- und der Ortsgemeinde, die Bevölkerung im November über anstehende und erledigte Vorhaben. Weil die Bürgerversammlungen der Einheits- und der Ortsgemeinde wegen Corona– ausfallen mussten, wurde der Informationsabend am Donnerstag in der Turnhalle Widem durchgeführt.

Gemäss Gemeindepräsident Fredy Schöb wird im Zusammenhang mit der Ortsplanung der Richtplan ausgearbeitet und im Frühjahr 2021 der Bevölkerung präsentiert. Das Auszonungsprogramm stehe, es seien rund 7000 Quadratmeter Bauland betroffen.

Rund 100 neue Wohnungen in den nächsten fünf Jahren

Bezüglich Gebiet Wanne-Ebni war zu erfahren, dass dort Gesuche für grössere Bauten vorliegen, bezogen auf die Dimensionen seinen dies Renditeobjekte «und das ist sicher nicht im Sinne der damaligen Bauland Erschliessung am Gamserberg», betonte Fredy Schöb. Unter dem Titel «Gams wächst» erfuhren die Anwesenden, dass innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 100 Wohnungen realisiert werden.

Der Gemeinderat habe, dies in Absprache mit den Organisatoren, für die Durchführung der Jubiläumsviehschau keine Bewilligung erteilt. «Es wäre schwierig gewesen, ein Schutzkonzept während des ganzen Tages und auch noch in den Abend- und Nachtstunden durchzusetzen. Dazu kommt, dass im ganzen Bezirk und weitgehend auch im Kanton St. Gallen auf die Durchführung von Viehschauen verzichtet wird», erklärte der Gemeindepräsident.

Weitere Themen waren die Wasserversorgung – die Gamser Bevölkerung verbraucht pro Tag rund 1000 Kubikmeter Wasser, was eine Vergrösserung der Speicherkapazität verlangt –, und das Altersheim Möösli. Letzteres ist bezugsbereit, Interessenten wären da, aber es fehle noch das nötige Fachpersonal.

Der Fernunterricht als Herausforderung

Der Gamser Schulratspräsident Matthias Wettstein liess die Wochen nach dem 13.März, als der Bundesrat die Schliessung aller Schulen verordnete, nochmals aufleben. «Rund ein halbes Jahr später wäre unsere Schule bezüglich Informatik besser gerüstet gewesen», so sein Fazit an der Information am Donnerstagabend.

Obwohl alles sehr rasch umgesetzt werden musste – auf die Verordnung am Freitag folgte die Schulschliessung am Montag – sei die Herausforderung bewältigt worden.

«Es lief sicher nicht in jedem Bereich perfekt, aber wir haben die Zeit gut gemeistert.»

Aktuell laufe der Schulbetrieb unter Einhaltung der Corona­vorschriften. «Sollten Fälle an unserer Schule auftreten, würden Klassenschliessungen nur in Absprache mit der Kantonsärztin erfolgen», betonte Matthias Wettstein.

Steigende Schülerzahl bedingt mehr Klassen

Und zu den Schülerzahlen hielt er fest: «In den Jahren 18/19 hatten wir mit 388 Schüler die Talsohle erreicht, bis 24/25 rechnen wir mit einem Plus von rund 80 Schülerinnen und Schülern.» Dies bedinge zusätzliche Primar- und Oberstufenklassen.

Von Ortsgemeindepräsident Karl Lenherr war zu hören, dass sich nach anfänglicher Probleme, einen Interessenten für das Präsidium zu finden, doch noch eine Lösung abzeichne. Andreas Schöb stelle sich zur Verfügung und sein Name müsse nun auf der freien Zeile des Wahlzettels aufgeführt werden.

Ortsgemeinde sieht sich für die Zukunft gerüstet

Vom Alpsommer gab es Positives zu berichten, auf der Alp Tesel erhielten sowohl der frische Sauerkäse als auch der Alpkäse hohe Punktzahlen. «Für die Alpräumung können wir auf verschiedene Vereine zählen, die kommenden Samstag an verschiedenen Orten im Einsatz sein werden», freut sich Karl Lenherr.

Die gute Nachfrage nach Fernheizenergie bedinge den Ausbau der Zentrale. Karl Lenherr präsentierte erste Ideen, wie dies auf dem Löwenplatz realisiert würde und Fredy Schöb bestätigte, dass das Vorhaben in Absprache mit der politischen Gemeinde in Angriff genommen werde.