Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Begegnungsfest im Wartau erlebt eine gelungene Premiere

Unterhaltend, lehrreich und genussvoll sollte am Samstag der Wartauer Kulturtag unter dem Motto «Begegnungen 2018» sein. Dieser Wunsch von Kulturkommissions-Präsident Andreas Bernold ging in Erfüllung.
Thomas Schwizer
6 Bilder

Wartauer Kulturtag unter dem Motto "Begegnung 2018"

Auch in der Gemeinde Wartau leben zahlreiche Migrantinnen und Migranten. Mit Zahlen aus der Schule machte dies Bruno Seifert am Begegnungsfest beim Treffpunkt Heuwiese deutlich. Der Schulpräsident und Ressortleiter Jugend und Bildung ist im Gemeinderat auch für Integrationsfragen zuständig. An den fünf Schulstandorten in der Gemeinde begegnen sich täglich 636 Kinder und Jugendliche aus 34 Pass-Nationen.

Er nannte dies Völkerverständigung im alltäglichen Sinn. Als positives Beispiel dafür nannte Seifert das interkulturelle Schulprojekt Ssassa vom Mai 2017. Alle hätten Spass gehabt und sich sichtlich darüber gefreut, dass eine so grosse kulturelle Vielfalt ausgespielt werden konnte.

Wünsche der Organisatoren wurden erfüllt

Als Präsident der Kulturkommission hatte Gemeinderat Andreas Bernold sich auch im Namen der Mitorganisatoren – ökumenischer Frauenverein Wartau, Stiftung Mintegra und Team des Treffpunkt Heuwiese – einen unterhaltenden, lehrreichen und genussvollen Begegnungstag gewünscht. Der Wartauer «Integrationsminister» Bruno Seifert hatte auf ein Fest der Völkerverständigung gehofft.

Beide Wünsche sind erfüllt worden, denn der erste Anlass dieser Art im Wartau regte dazu an, mit anderen Völkergruppen ins Gespräch zu kommen. Das förderte Verständnis für fremde Kulturen, die den Einheimischen zum Teil fremd sind. Solche Gespräche gab es zum Beispiel beim Abholen der internationalen Speisen, die von Migrantinnen und Migranten in traditioneller Art aus ihrer ursprünglichen Heimat zubereitet wurden. Auch an den Tischen konnten sich Zugewanderte und Einheimische offen begegnen.

Internationales wurde auch auf der Bühne geboten. Verschiedene Formationen boten Unterhaltung in Form von Tänzen und Musik aus ihren Herkunftsländern bzw. jenen ihrer Eltern dar. Auch dies trug zur guten Stimmung und zur Völkerverständigung bei.

In der Quartierschule die Basis zum Sprechen holen

Am Begegnungstag wurde die Bedeutung der deutschen Sprache als unverzichtbares Mittel der Kommunikation und Integration in einer Dorfgemeinschaft deutlich. Genau darauf hatte zum Auftakt des Kulturtages Daniela Graf hingewiesen. Sie begleitet im Auftrag der Vereinigung der St.-Gallischen Gemeindepräsidenten die Gemeinden beim Aufbau der Quartierschulen. In diesen werde die Basis für das Sprechen gelegt, auf der man danach in Folgekursen aufbauen könne, betonte sie.

In 45 St. Galler Gemeinden gibt es bereits Quartierschulen. Über 1000 Migrantinnen und Migranten haben sich hier schon die sprachliche Grundlage dafür geholt, dass für sie eine Verständigung mit anderen Menschen und ein Zurechtfinden im Dorf überhaupt möglich ist, stellte Daniela Graf fest. Dieses kostenlose Angebot sei für erwachsene Migrantinnen und Migranten wichtig, welche die Schule nicht hier besucht haben. Sie sagte, dass auch in der Gemeinde Wartau eine solche Quartierschule in Vorbereitung ist.

Auf bestehende Beratungs- und Integrationsangebote in der Gemeinde und Region wiesen am Wartauer Kulturtag auch Bruno Seifert sowie Mintegra-Geschäftsleiter Jakob Gähwiler hin.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.