Beeindruckender Start-Ziel-Sieg von Jonas Lenherr

Skicrosser Jonas Lenherr hat zum Weltcup-Auftakt nicht nur überzeugt, er fuhr der Konkurrenz regelrecht davon. In jedem Heat setzte sich der Gamser sofort an die Spitze – und verteidigte diese souverän.

Robert Kucera
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Der Konkurrenz um eine Skilänge voraus: Jonas Lenherr dominiert beim Weltcup in Arosa und holt sich den Sieg. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

Der Konkurrenz um eine Skilänge voraus: Jonas Lenherr dominiert beim Weltcup in Arosa und holt sich den Sieg. (Bild: Gian Ehrenzeller/KEY)

«Es fühlt sich super an», sagt Jonas Lenherr am Morgen nach dem grandiosen Sieg zum Skicross-Weltcup-Auftakt in Arosa, der am Montag als Nachtrennen durchgeführt wurde. Viel Zeit zum Feiern oder im Erfolg zu schwelgen hatte der Gamser aber nicht. Nach dem Rennen, so berichtet er, gab es ein Bierchen. Am Dienstagmorgen sass er bereits wieder im Auto, unterwegs nach Innichen (Italien), wo vom 20. bis 22. Dezember die nächsten Weltcuprennen stattfinden.

«So ein Start in die neue Saison ist unglaublich», sagt Lenherr, der selber etwas staunt, dass er da weitermacht, wo er im letzten Winter aufgehört hat: auf das Siegerpodest. Die Bilanz der saisonübergreifenden letzten drei Weltcup-Rennen: Rang eins, Rang zwei, Rang eins.

«Wenn ich so weiter fahre, kommt’s nicht schlecht»

Mit dem Startgelände kam der 29-Jährige von der Qualifikation (Rang sechs) weg gut zurecht. Ihm behagten die Wellenelemente nach dem Start. Seines Erachtens ist das richtige Befahren dieser ersten Hindernisse wichtiger als der Start selbst. So richtig Selbstvertrauen gab ihm das Meistern dieser Wellen im Achtelfinal: «In meinem ersten Heat bin ich so gut weggefahren, da dachte ich: Wenn ich so weiter fahre, kommt’s nicht schlecht.» An einen Sieg dachte Jonas Lenherr noch nicht. So weit blickt er nicht nach vorne, der Fokus ist stets auf den nächsten Lauf eingestellt. Und dies mit Erfolg. Nicht nur den Achtelfinal gewann er nach dem besten Start, sondern auch Viertelfinal, Halbfinal und schliesslich den Final. Die Leaderrolle in einem Heat ist des Gamsers Lieblingsposition. «Man hat freie Sicht und man kann dort fahren, wo man die Idealline vermutet.» Die fand er beim Sprintrennen auf Anhieb. Doch eigentlich ist Lenherr kein typischer Arosa-Sieger. Er mag andere Strecken und vor allem längere Rennen viel lieber.