Beeindruckender Restart in Golfsaison für Mathias Eggenberger: Rang zwei in Crans-sur-Sierre

Am Mémorial Olivier Barras wurde der aus dem Werdenberg stammende Golf-Profi nur vom überragenden Sieger Harry Ellis bezwungen.

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Mathias Eggenberger ist der Restart mit einigen Spitzenplätzen geglückt

Mathias Eggenberger ist der Restart mit einigen Spitzenplätzen geglückt

Bild: Kristian Bissuti

(pd) Der Restart nach dem Lockdown und der fast viermonatigen Turnierpause ist dem Schaaner Golfprofessional Mathias Eggenberger Anfang Juli bestens gelungen. Der Liechtensteiner trat erstmals beim prestigeträchtigen Mémorial Olivier Barras in Crans-sur-Sierre auf und hielt die nationale Konkurrenz mit drei Unter-Par-Runden in Schach.

«Ich war ein wenig nervös, denn ich kannte den Platz bisher nur vom Omega European Masters. Beim Mémorial spielt er sich komplett anders – die Grüns sind weicher, das Rough tiefer», so der aus dem Werdenberg stammende Eggenberger.

Nach dem Gefühlsausbruch lief es besser

Die erste Runde absolvierte der 28-Jährige Bogey-frei in 66 Schlägen, was fünf unter Par entspricht. Am zweiten Tag startete er verhalten:

«Nachdem ich die Sieben – einmal mehr – nur in Par gespielt hatte, war ich sauer.»

Denn dieses Loch auf dem Parcours Severiano Ballesteros ist ein kurzes Par 4, dessen Grün die Professionals mit dem ersten Schlag problemlos erreichen können und eigentlich ein Birdie-Garant darstellt.

Nach diesem innerlichen Gefühlsausbruch lief es dann besser. Zurück im Clubhaus lag Eggenberger «9 unter» fürs Turnier. Sein Gedanke in dem Moment: «Nicht so schlecht, da sollte ich vorne dabei sein». Für die Führung reichte es dennoch nicht, denn Harry Ellis spielte an jenem Tag eine Traumrunde. Mit 59 Schlägen verbesserte der Engländer den 49 Jahre alten Platzrekord um einen Schlag. «Da musste ich den Hut ziehen. Die ‹12 unter› habe ich an dem Tag nicht gesehen», zollt Eggenberger dem Konkurrenten Respekt.

Das Rennen um den Sieg war nach Ellis’ Fabelrunde sozusagen entschieden. Am Finaltag konzentrierte sich Eggenberger vor allem darauf, gut Golf zu spielen: «Mit Rang zwei und vor allem mit drei Runden unter Par bin ich zufrieden.»

Swiss Golf Summer Tour verschafft Turnierpraxis

Die lange Pause auf den internationalen Circuits bedeutete für die Professionals auch ein Mangel an Turnierpraxis. Um die Mitglieder des Swiss Golf Teams, dem Mathias Eggenberger angehört, vor den internationalen Events wieder in den Turniermodus zu versetzen, organisierte der Schweizer Golfverband Ende Juni/Anfang Juli eine achtteilige Turnierserie.

«Diese Ein-Tages-Turniere von Swiss Golf waren super, um in den Turniermodus zurückzukommen, eine Scorekarte in der Tasche zu haben und die Nervosität handeln zu müssen.»

Er nutzte fünf dieser acht Startmöglichkeiten und klassierte sich zweimal in den ersten vier. Das Turnier im Golfpark Holzhäusern wurde aufgrund von Gewittern abgebrochen, beim Heimturnier in Bad Ragaz fehlte Eggenberger aufgrund seines Starts auf der European Tour auf dem Golfplatz Adamstal in Niederösterreich). Hier spielte er mit einer 68er-Auftaktrunde zunächst gross auf, verpasste aber mit einer 73 am Tag zwei den Cut.