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Baumeister im Sarganserland und Werdenberg sind gegen Zentralismus

Klare und positive Positionen waren an der HV des Baumeisterverbands Sargans-Werdenberg (BVSW) zu hören. Gegen die Berufsbildung 2030 will der Baumeisterverband gegen die Zentralisierung ankämpfen.
Heidy Beyeler
In der Ausbildungshalle lernen die Lehrlinge unter Anleitung vielfältige Maurerarbeiten. (Bild: PD)

In der Ausbildungshalle lernen die Lehrlinge unter Anleitung vielfältige Maurerarbeiten. (Bild: PD)

Das wichtigste aus der Baubranche hat Thomas Toldo, Präsident des BVSW, in seinem Jahresbericht festgehalten. Obwohl das Jahr 2018 mit einem Sturmtief begann, war das Wetter für das Baugewerbe ideal, es herrschte gutes Bauwetter. Zur grossen Überraschung habe dann aber die Volksabstimmung zur No-Bilag-Initiative geführt als die erste Rechnung ins Haus flatterte – bei einzelnen Betrieben, Holdings, Arges etc. habe diese bei gewissen Bauunternehmungen zu massiven Mehrbelastungen für Radio- und Fernsehgebühren von bis zu 80 000 Franken geführt– «obwohl in den wenigsten Betrieben Fernseh geschaut wird». Immerhin konnte Toldo berichten, dass das Jahr 2018 wirtschaftlich gesehen gut gelaufen ist, nicht nur im Bauhauptgewerbe. Die Bautätigkeit erzielte Umsätze von rund 20 Milliarden Franken. Die Aussichten auf 2019 liessen ebenso positive Erwartungen zu, wenn man die Arbeitsvorräte und Auftragseingänge in Betracht ziehe. Allerdings drücken nach wie vor die schlechten Margen aufs Gemüt.

Die Berufsbildung soll modernisiert werden

Positiv sieht auch das Interesse von angehenden Berufsleute aus der Region im Baugewerbe aus. Insgesamt begannen 28 neue Lernende im Sommer 2018 ihre Lehre. Und, mit Adrian Eggenberger, Grabs (LB Bau AG, Werdenberg) qualifizierte sich an den SwissSkills 2018 in Bern als Maurer für die EuroSkills in Graz. «Darüber sind wir sehr stolz» betonte Thomas Toldo. Im Rahmen des Masterplans «SBV-Berufsbildung 2030» hat der Schweizerische Baumeisterverband den Auftrag, die Berufsbildung im Bauhauptgewerbe zu modernisieren. Eine kritische Angelegenheit. Hier wollen Leuten entscheiden und die Richtung angeben, die im Bau nie Menschen ausgebildet haben. «Mit einer Art Matrix und irgendwelchen ‘Chrüzli, Sternli und Eggli’ wird die Berufsbildung auf dem Reisbrett geplant, ohne Einbezug von Fachleuten bzw. Praktikern», kritisiert Kurt Maus, kaufmännischer Leiter BVKSG. Dabei werden die Ausbildungshallen in keiner Art miteinbezogen. Es werden Gruppen gebildet von denen man nicht weiss, welche Kompetenzen sie haben. So der Tenor. Maus bezeichnet diese Entwicklung als sehr heikel. Der SBV hat in diesem Punkt eine zentralistische Rolle übernommen.

Mit Baumeister statt «Bürolisten» unterwegs

«Das wollen wir kritisch beleuchten.» Die Verantwortlichen des St. Galler Baumeisterverbandes sind sich einig, dass das Mitwirken der Basis über alle Regionen und Kantone hinweg miteinbezogen werden müsse. Deswegen sei der Geschäftsführer René Engetschwiler unterwegs für Gespräche «mit Baumeistern und nicht mit Bürolisten.»

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