Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Barbara Broger: Ein Leben von Gegensätzen und Vielfalt

Langlauf, Dopingbekämpfung bei Swiss Olympic, aber auch die Freude an der Kunst gehören zu Barbara Broger aus Stein im Obertoggenburg.
Adi Lippuner
Künstlerin Barbara Broger mit dem Werk «Handstand», das für einen Nachmittag an ihrem Wohnort Stein ausgestellt war. (Bilder: Adi Lippuner)

Künstlerin Barbara Broger mit dem Werk «Handstand», das für einen Nachmittag an ihrem Wohnort Stein ausgestellt war. (Bilder: Adi Lippuner)

Aufgewachsen am Stadtrand von St.Gallen, hat die Ostschweizerin Barbara Broger im Lauf der vergangenen Jahrzehnte an verschiedenen Orten gelebt.

Seit 28 Jahren im Obertoggenburg daheim

«Seit 1991 haben mein Mann Ueli Schärer und ich unser Haus hoch über dem Dorf Stein und fühlen uns hier wohl», ist von der vielseitigen Frau zu erfahren. Der fantastische Rundblick vom Daheim hoch über dem Obertoggenburger Dorf, die Natur direkt vor der Haustüre, die Möglichkeit, mit den Tourenskis oder dem Bike unterwegs zu sein, werden von der sportlichen Frau sehr geschätzt.

Mit dem E-Bike sei sie auch rasch unten im Dorf, und dank Generalabonnement und guten Verbindungen stehe ihr die Welt – trotz des abgelegenen Wohnens – offen.

Gegensätze prägten ihr Leben

Es sind genau diese Gegensätze, die das Leben von Barbara Broger prägen. «Schon während meiner Kindheit brachte mein Vater diese Charaktereigenschaft mit der Aussage auf den Punkt: ‹Barbara würde am liebsten am Nordpol Elefanten züchten.›»

Ihre beiden Berufswünsche, Matrose oder Mitarbeiterin auf einer Wetterstation, seien leider nicht umsetzbar gewesen. «Mit Jahrgang 1951 stiess ich mit meinen Vorstellungen auf taube Ohren», blickt sie zurück.

Vielseitigkeit, auch bei der Kunst

Seit dem Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben erfüllt sich Barbara Broger mit künstlerischer Tätigkeit einen einstigen Jugendtraum. «Nebst dem Sport hat mich Kunst immer interessiert und so suchte ich nach Möglichkeiten, mich vertieft damit zu befassen.

Auch bei ihrer künstlerischen Tätigkeit lebt Barbara Broger die Vielseitigkeit aus.

Auch bei ihrer künstlerischen Tätigkeit lebt Barbara Broger die Vielseitigkeit aus.

Holzschnitz- und Grafikkurse, aber auch Selbst- und Fernstudium ermöglichen es ihr, heute den eigenen künstlerischen Weg zu gehen.

«Auslöser für diese Eigenständigkeit war eine tolle Lehrerin im Schnitzkurs. Bei ihr konnte ich die richtige Arbeitstechnik lernen, wurde aber ermuntert, beim Umsetzen meine eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.»

In jungen Jahren machte sich die St.Gallerin mit einem Handelsdiplom in der Tasche auf ins Berufsleben. «Die Arbeit bei einer Anwaltskanzlei war nur von kurzer Dauer, dann zog es mich hinaus in die Natur.» Fündig wurde sie auf der Melchseefrutt als Posthalterin, Leiterin Verkehrsbüro und Betreuerin der Bergbahn. Wenn nötig leistete sie auch Einsätze beim Pisten- und Rettungsdienst.

«Diese gegensätzlichen Aufgaben entsprachen genau meinen Vorstellungen.»

Eckpfeiler für den Beruf gesetzt

Damals habe Sie gespürt, dass ihre Begeisterung für den Sport nach einer entsprechenden Ausbildung verlange. Mit dem Besuch der Schule für Gymnastik in Zürich und Magglingen wurde ein weiterer Eckpfeiler für den beruflichen Werdegang gelegt. Spannende Begegnungen und unterschiedliche Tätigkeiten prägten den weiteren Weg.

«Mein Engagement für die Frauen, vor allem für die Juniorinnen, aber auch der Wunsch, Kinder und Jugendliche zu fördern, führte in Davos dazu, dass ich zu den Mitinitiantinnen des Sportgymnasiums gehörte.»

Trainerin für junge und aktive Langläufer

Als Konditionstrainerin bei den Herren Langlauf, später als Betreuerin der Damen und Juniorinnen, als Damenchefin und dann als Disziplinen-Chefin Langlauf erlebte die Sportbegeisterte Höhepunkte an drei verschiedenen Olympiaden.

Mit dem Aufbau einer systematischen Dopingkontrolle brauchte Swiss Olympic je zwei Frauen und zwei Männer, welche diese Aufgabe professionell ausführten. «Während sechs Jahren durfte ich mich in diesem Bereich engagieren. Es war eine spannende Aufgabe, aber einmal mehr ein Leben aus dem Koffer.»

2009 kam der berufliche Schlussstrich

Die Aufgabe als Dopingkontrolleurin 2006 abzugeben und sich erneut als Chefin Langlauf zu engagieren, müsse sie rückblickend als «schlechten Entscheid» bezeichnen.

«So zog ich im Jahr 2009 einen Schlussstrich unter meine berufliche Karriere und widme mich seither einem neuen Tätigkeitsfeld.»

Ausstellung an nur einem Nachmittag

Einen Nachmittag lang gab es am Samstag in ihrem Wohnort Stein einen Einblick in Barbara Brogers Kunstschaffen. Wer sich zum ehemaligen evangelischen Schulhaus und dem dazu gehörenden Archiv am Sonnenhang über dem Dorf aufmachte, konnte mit allen Sinnen geniessen, denn neben Kunst stand auch Kulinarik uim Mittelpunkt.

Barbara Broger zeigte einen Querschnitt ihres Kunstschaffens, Lilli und Ronnie Hollenstein verwöhnten die Besucherinnen und Besucher mit kulinarischen Köstlichkeiten aus Spanien.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.