«Auswärtiges Arbeiten und Besuche sind nicht erlaubt»: Wie das Coronavirus das Leben der Saxerriet-Insassen beeinflusst

Covid-19 beeinflusst das Leben der Saxerriet-Insassen und der Mitarbeitenden. Und auch der Besucher und Velofahrer, die das Gelände derzeit partout nicht betreten dürfen.

Adi Lippuner
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Bis hierher und nicht weiter: Das Areal der Strafanstalt Saxerriet in der Gemeinde Sennwald ist für Besucher gesperrt.

Bis hierher und nicht weiter: Das Areal der Strafanstalt Saxerriet in der Gemeinde Sennwald ist für Besucher gesperrt.

Bild: Adele Lippuner

Eine Fahrt zur Saxerriet-Gärtnerei, um sich dort mit Pflanzen einzudecken, ist aktuell nicht möglich. Wie Direktor Martin Vinzens auf Anfrage des W&O erklärt, ist das gesamte Areal für Besucher gesperrt.

Nur in der Landwirtschaft darf gearbeitet werden

«Unsere Insassen sind drinnen am besten geschützt – und Stand heute,
3. April, mussten wir keinen einzigen Coronafall verzeichnen, weder bei unseren Insassen noch bei den Mitarbeitenden.» Die Regelung bedeute, dass die Abläufe innerhalb der Strafanstalt neu überdacht und organisiert wurden. «In der Landwirtschaft kann, unter Einhaltung des nötigen Abstandes, wie gewohnt gearbeitet werden. Aber, sagt Martin Vinzens:

«Auswärtiges Arbeiten ist nicht erlaubt, und unsere Insassen, denen schon die Freiheit entzogen wurde, dürfen auch keine Besuche empfangen.»

Als Kompensation gebe es zur Kontaktpflege nach aussen mehr Telefonzeit, und auch das dafür nötige Geld stehe zur Verfügung. «Zudem arbeiten wir daran, wenigstens während der Ostertage vermehrt Kontaktmöglichkeiten, mit Hilfe elektronischer Möglichkeiten, zu schaffen.»

Das Mitarbeiterteam leistet Extraeinsätze

Dem 70-köpfigen Mitarbeiterteam windet Vinzens ein Kränzchen. «Alle engagieren sich und leisten wo nötig auch Extraeinsätze.» Insbesondere der Betreuungs- und Sicherheitsdienst benötige Verstärkung aus anderen Abteilungen. «Leider gibt es Menschen, welche die Sperrung des gesamten Areals nicht respektieren und glauben, ein Spaziergang oder eine Velofahrt sei nach wie vor möglich.»