Ausstellung
Vivienne Koch: «Den Gefühlen eine Form geben»

Die Grabserin zeigt in ihrer Ausstellung einen malerischen Einblick in ihre Erfahrungen im Spitzensport.

Robert Kucera
Drucken
Teilen
Vivienne Koch mit ihrem ersten Bild, auf welchem sie malerisch ihre Gefühle zum Ausdruck bringt.

Vivienne Koch mit ihrem ersten Bild, auf welchem sie malerisch ihre Gefühle zum Ausdruck bringt.

Robert Kucera

Rund 20 Werke stellt Vivienne Koch von Dienstag, 31. August, bis Samstag, 4. September in der Galerie L33 in Werdenberg aus. Die Vernissage findet am Samstag, 28. August von 14 bis 17 Uhr statt. Sie ist in der Region keine Unbekannte. Doch für Schlagzeilen sorgte sie bis zu diesem Jahr nicht in der Kunstszene, sondern in der Sportart Synchronschwimmen. Wobei die 22-Jährige festhält: «Synchronschwimmen ist ein Sport, der bereits eine Kunstform ist.»

Nun kommt es zu einer Premiere – ihre erste Ausstellung. «Ich freue mich. Es ist etwas komplett Neues für mich», sagt Koch. Sie ich sehr glücklich darüber, dass sie die Chance erhält, ihre Werke in der Galerie L33 ausstellen zu dürfen, und ist schon sehr gespannt auf die Reaktionen der Besucher.

Negative Energie in etwas Schönes umwandeln

Der Titel – «Der Tanz mit dem Leben im Wasser» – ist nicht zufällig gewählt. Vivienne Koch hat viele schöne Fotos aus ihrem Sport bereits gesehen und hat anhand dieser Beispiele ihre ersten Bilder gemalt. Doch dies war nur der Anfang:

Vivienne Koch bei den letzten Vorbereitungsarbeiten vor der Vernissage.

Vivienne Koch bei den letzten Vorbereitungsarbeiten vor der Vernissage.

Robert Kucera
«Ich möchte den Leuten jene Bilder zeigen, die anders sind als jene im Internet. Diese Bilder zeigen viel mehr, wie sich Synchronschwimmen anfühlt und was man von aussen nicht sieht.»

Den Galeriebesuchern wird eines sofort auffallen: Bei Koch stehen Gesichter im Vordergrund. Diese zu malen, so hält die Grabserin fest, sei für sie herausfordernd gewesen, aber zugleich reizvoll. Dass in diesen Gesichtern Gefühle abzulesen sind, ist dabei kein Zufall. «Ich wollte den Gefühlen eine Form geben, meine Gefühle malerisch darstellen.»

In der Vorbereitungsphase auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele – also die letzten zwei Jahre – hat Koch den Grossteil der Werke gemalt. Coronabedingt war sie ausserhalb des Schwimmbeckens ziemlich viel allein. Malen war für sie auch eine Therapieform, wenn es ihr schlecht ging. Dass man sich durch künstlerische Betätigung den Gefühlen stellen und die negative Energie in etwas Schönes umwandeln kann, empfindet sie als sehr inspirierend.

Aktuelle Nachrichten