Rheintal: Ausbau der Doppelspur wird derzeit bis ins Detail geplant

Der neue Fahrplan 2020 tritt am Sonntag, 15. Dezember in Kraft und beinhaltet in der Region Sarganserland-Werdenberg mit der Einführung einer neuen Linie in Quarten nur eine Änderung.

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Buchs: Einspuriger Geleiseabschnitt SBB zwischen Buchs und Räfis

Buchs: Einspuriger Geleiseabschnitt SBB zwischen Buchs und Räfis

Bild: Ralph Ribi

(pd) Die Interregio-Züge sollen per Fahrplanwechsel vom Dezember 2024 im Halbstundentakt verkehren. Diese Erweiterung auf der Linie 13 zwischen St.Gallen und Chur erfordert verschiedene Ausbauten der Bahninfrastruktur. Das Projekt beinhaltet im Kern Doppelspurabschnitte zwischen Sevelen und Buchs (4 Kilometer), in Buchs Nord (0,9 Kilometer) sowie zwischen Oberriet und Oberriet Nord (2,1 Kilometer).

Dank der Totalsperrung schneller vorankommen

Gemäss SBB-Planungen gehen die Verantwortlichen davon aus, die Doppelspurausbauten auf der Rheintallinie in den Jahren 2023 und 2024 sowie in zwei Teilprojekten zu realisieren. Bei Trübbach–Buchs im Süden können die Doppelspurbereiche während des laufenden Zugbetriebs in verlängerten Nachtintervallen erstellt werden. Die Bauzeit wird voraussichtlich das ganze Jahr 2024 beanspruchen. Das nördliche Teilprojekt Rüthi–Oberriet soll laut Planung aufgrund des empfindlichen Baugrunds unter Totalsperrung der Strecke Buchs–Altstätten von März bis Oktober 2023 umgesetzt werden. Ebenso laufen die Planungsarbeiten für die neue Haltestelle Trübbach (Fährhütte).

Derzeit erarbeiten die SBB das Ersatzkonzept für beide Teilstrecken im Personen- und Güterverkehr. Voraussichtlich Ende 2020 sollen die Lösungsvorschläge vorliegen, wird in der Medienmitteilung weiter betont. Die SBB rechnen mit Gesamtkosten von rund 220 Millionen Franken sowie einer Inbetriebnahme der Doppelspur und somit der Einführung des IR-Halbstundentaktes zwischen St.Gallen und Sargans ein Jahr früher als ursprünglich geplant.

Linie Buchs–Gams braucht höhere Frequenzen

Im Hinblick auf diese Bahnerweiterung werden im nächsten Jahr unter Einbezug der Gemeinden die Buskonzepte der Teilregionen Werdenberg und Obertoggenburg sowie Sarganserland überprüft und auf das veränderte Bahnangebot abgestimmt. Zusätzlich soll das grenzüberschreitende Busangebot verbessert werden.

Das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St.Gallen veröffentlicht hierzu jährlich einen Bericht mit Zahlen zum öffentlichen Verkehr im Kanton. Die Ausgabe 2019 liefert eine umfassende und transparente Grundlage über aktuelle Eckwerte, realisierte Vorhaben und weitere Entwicklungen im öffentlichen Verkehr. In Bezug auf Bahnfrequenzen an den Bahnhöfen im Kanton wird Sargans mit 11300 Ein- und Aussteiger pro Tag nach St.Gallen, Rapperswil und Wil an vierter Stelle aufgeführt. Der Grenzbahnhof Buchs liegt mit täglich 4678 Personen an 12. Stelle.

Mindestvorgaben beim Kostendeckungsgrad erreicht

Der Kostendeckungsgrad ist die wichtigste Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit des öffentlichen Verkehrs und drückt das Verhältnis der erwirtschafteten Erlöse – mehrheitlich aus Billetteinnahmen – zu den Kosten aus. Gemäss Bericht erreichen in der Region Sarganserland-Werdenberg im Jahr 2018 sämtliche Linien die Ziel- oder Mindestvorgaben. Einzig die Linie 410 Buchs–Gams schafft die Mindestvorgabe nicht. Wird diese nicht stärker frequentiert, drängen sich Anpassungen auf.