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Aus Spass wurde Ernst

Michael Giger – heuer Spieler beim FC Buchs und beim USV Eschen/Mauren – spielt nächste Saison beim FC Gams in der 4. Liga. Die Gründe sind vielfältig: Beruf, Kollegen aber vor allem die Gesundheit.
Robert Kucera
Seine gefürchteten Abschlüsse wird Michael Giger nächste Saison im Dress des FC Gams zum besten geben. (Bild: Robert Kucera)

Seine gefürchteten Abschlüsse wird Michael Giger nächste Saison im Dress des FC Gams zum besten geben. (Bild: Robert Kucera)

Schon bevor Michael Giger zum FC Buchs wechselte, sprachen er und Gams-Trainer Memo Eriten davon, dass sie mal gemeinsam in der 4. Liga spielen wollen. Nur war es damals der falsche Zeitpunkt für Giger. Zu gross waren die Ambitionen des Mittelfeldspielers, es lockten die Vergleiche in höheren Ligen. Einer dieser Lockrufe ereilte ihn auch in der Winterpause, als er den FC Buchs und die 2. Liga Interregional verliess und sich dem USV Eschen/Mauren (1. Liga) anschloss. «Ich habe gewusst: Wenn ich noch einmal höher spielen möchte, dann jetzt. Zumal ich topfit war.» Doch bald einmal holten Giger die alten Probleme (Knie) wieder ein. Ein Denkanstoss für den 26-Jährigen, der einen Entschluss gefasst hat: «Mir ist meine Gesundheit wichtig. Ich will auch künftig meine vielfältigen Sportaktivitäten ausleben können.» Aus Vernunftsgründen zieht er sich nun von den höchsten Amateurligen zurück und übt sein Hobby in unteren Ligen, wo die Abnützung weniger gross ist, aus.

Letzte Gelegenheit, mit den Kollegen zu spielen

Somit war das Hauptkriterium für das Zusammenkommen von Eriten und Giger erfüllt: Michael Giger hat die höheren Ligen, wie es so schön heisst, «gesehen». «Aus Spass wurde Ernst», sagt Memo Eriten, der sich über den prominenten Zuzug sehr freut. Und dies nicht nur fussballerisch. Die beiden verstehen sich auch abseits des Fussballfelds ausgezeichnet. «Memo ist mein bester Kollege», sagt Giger. Das zwischenmenschliche ist im übrigen der Grund, weshalb es ihn nach Gams und nicht zu einem anderen Werdenberger Fussballverein zieht. Giger hat zwar überall gute Kollegen, «aber in Gams spielt ein Grossteil meiner privaten Kollegen. Das ist wohl die letzte Gelegenheit, mit den Kollegen zusammenzuspielen.» Als dritter Aspekt zum Wechsel nach Gams kommt der Beruf dazu: «Ich habe einen neuen Job mit viel mehr Verantwortung», erklärt Michael Giger. Der Standort der Firma ist, wen wundert’s, Gams.

«Wir können viel von ihm profitieren

Trainer Memo Eriten wechselt sich mit Vorliebe in der Schlussphase einer Partie auch mal ein. Doch das Zusammenspiel mit Giger auf dem Feld wird sich in Grenzen halten. Was im übrigen gar nicht das wichtigste aus Sicht des Gamser Übungsleiters ist. «Giger ist nicht nur Spieler. Er wird einer von zwei Co-Trainern sein», hält Eriten fest. Das Zusammenspiel findet somit neben dem Spielfeld statt. «Wir können viel von ihm profitieren», sagt der Trainer mit Überzeugung in der Stimme. «Vor allem im taktischen Bereich, aber auch menschlich. Wenn Giger was sagt, hat das Gewicht.» Für den Neo-Gamser stellt das Engagement auf der Madrusen eine Herausforderung dar. «Aber ich freue mich darauf, neue Sachen kennen zu lernen und neue Erfahrungen zu sammeln.»

Mit diesem Top-Transfer zählt Gams nächste Saison definitiv wieder zu den Favoriten auf die vordersten Ränge. Doch wie Memo Eriten betont, steht und fällt nicht alles mit Gigers Knie. Das Team ist besser, als es die aktuelle Platzierung (7.) aussagt. Und es gibt einen zweiten Top-Transfer: Igor Manojlovic kehrt zu den Gamsern zurück.

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