Der UHC Sarganserland ist auf Kurs – Trainer Kipfer ist aber noch nicht zufrieden

Der UHC Sarganserland hat im Heimspiel gegen Langenthal Aarwangen mit 6:5 nach Verlängerung gesiegt. Doch zum wiederholten Mal liess man in dieser Partie, die in Sevelen ausgetragen wurde, Punkte liegen.

Robert Kucera
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Der Grabser Remo Tischhauser mit einem weiteren Vorstoss in Richtung Tor – doch ein Treffer will und will ihm nicht gelingen. (Bild: Robert Kucera)

Der Grabser Remo Tischhauser mit einem weiteren Vorstoss in Richtung Tor – doch ein Treffer will und will ihm nicht gelingen. (Bild: Robert Kucera)

Mit dem Sieg über Unihockey Langenthal Aarwangen erhöht der UHC Sarganserland seine Siegesserie auf drei Einheiten. Die Folge: Rang sechs nach Halbzeit der Qualifikationsphase und auf Playoff-Kurs. Doch so richtig glücklich ist der Seveler Trainer bei Sarganserland, Marco Kipfer, weder mit dem 6:5-Sieg nach Verlängerung noch über die Punkteausbeute nach elf Spielen. «Wir sind jetzt bei 16 Punkten. Das ist nicht so schlecht. Aber wenn ich sehe, wie viele Punkte wir liegen liessen, können wir sicher nicht zufrieden sein», hält Trainer Kipfer fest.

Es stosst ihm sauer auf, dass seine Crew im Mitteldrittel die 3:0-Führung nach 20 Minuten so leichtfertig aus den Händen gab. Damit nicht genug: Im Schlussabschnitt, als das Heimteam aus einem 3:3 ein 5:3 gemacht hat, glichen die wacker kämpfenden Berner das Spielgeschehen abermals aus. Zu dieser Partie passte es ausserdem sehr gut, dass das Schiedsrichterpaar erst das zweite Sarganserländer Tor in der Verlängerung als regulär befand.

Nach der Führung geht’s in die Komfortzone

«Wir hatten den Gegner im ersten Drittel von A bis Z im Griff. Wir standen hinten gut, vorne haben wir die Chancen verwertet.» Mit dieser Phase der Partie war Kipfer denn auch sehr zufrieden. Knackpunkt war ein Überzahlspiel, als Sarganserland mit zwei Mann mehr auf dem Spielfeld stand – und nicht reüssierte. «Davon darf man sich nicht aus der Fassung bringen lassen», moniert Kipfer. Kurz nach dieser ausgezeichneten Gelegenheit, das Spiel vorzeitig zu entscheiden, fielen die drei Gegentore. «Daran müssen wir arbeiten. Da stehe ich als Trainer in der Verantwortung, aber auch jeder einzelne Spieler muss sich da an der eigenen Nase nehmen.» Marco Kipfer will seine Truppe aus der Komfortzone scheuchen, in welche sie sich in dieser Saison nach Führungen begibt.

Hoffen auf erstes Tor, bereit sein für nächsten Einsatz

In einer Art Warteschlaufe sind die beiden Werdenberger Spieler beim UHC Sarganserland, Remo Tischhauser und Michael Vetsch. Stürmer Tischhauser rennt nach elf Runden weiterhin seinem ersten Saisontor hinterher, Torhüter Vetsch möchte seine Klasse zwischen den Pfosten möglichst bald wieder in einem Ernstkampf unter Beweis stellen.

«Ich habe zwei, drei gute Szenen gehabt», fasst Tischhauser sein Spiel gegen Langenthal Aarwangen zusammen. Einige Male ging er in den Abschluss und drückte ab – ohne Erfolg. «Vielleicht hätte ich mal passen statt schiessen sollen. Oder vielleicht mal abdrehen», zeigt er sich selbstkritisch. «Ich muss dran bleiben, weiter Chancen kreieren», zeigt er sich keinesfalls mutlos. Er ist überzeugt: Fällt der erste Treffer, löst sich der Knopf von alleine. Erst ein Spiel hat Vetsch bestritten. Dieses ging mit 4:5 gegen RD March-Höfe Altendorf verloren. Für Frust bleibt da kein Platz. Es gilt: Dran bleiben und auf Einsätze hoffen. «Primär versuche ich, den Goalie Nummer eins zu helfen. Ich motiviere und zeige im Team Präsenz.» Und nach Gegentoren lenkt Vetsch Sepp Mattle mit lustigen Sprüchen ab. «Das geschieht spontan. So kann er den Fokus besser wieder herstellen.»