Auf die Technik kommt es an: Oerlikon misst den Abstand in Corona-Zeiten zentimetergenau

Um einen sicheren und zuverlässigen Betrieb in seinen Werken ermöglichen zu können, führte der Technologiekonzern Oerlikon bereits während des Lockdowns im Frühjahr die sensorbasierte Technologie «SafeZone» des Start-ups Kinexon ein.

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Rot blinkendes Licht mit Warnton signalisiert die Unterschreitung des Mindestabstands.

Rot blinkendes Licht mit Warnton signalisiert die Unterschreitung des Mindestabstands.

PD

(PD) Das Technologieunternehmen Oerlikon sieht sich in Zeiten steigender Coronafallzahlen mit einer innovativen, technischen Lösung gut gerüstet, das Risiko einer Infektion für seine Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartner zu minimieren. Das hält der Konzern in einer Medienmitteilung fest.

Sukzessive an weiteren Standorten, zu denen auch Balzers gehört

Während der letzten Monate hat Oerlikon an einigen seiner Schweizer und deutschen Werken die sensorbasierte Technologie «SafeZone» des Münchner Start-ups Kinexon erfolgreich als Pilotprojekt getestet und führt die Geräte nun sukzessive an weiteren Standorten ein. Nach den Pilotphasen in der Schweiz und in Deutschland kommen die Geräte nun sukzessive an Oerlikon Standorten weltweit zum Einsatz. Ein Standort befindet sich bekanntlich in Balzers (Liechtenstein).

Sicheres Arbeitsumfeld als dringliches Anliegen

Das Unternehmen berichtete bereits im Juni über die Pilotphase der an den Oerlikon-Standorten in Deutschland und der Schweiz getesteten Abstandswarntechnologie. Oerlikon führt das erfolgreich getestete System nun an weiteren Standorten ein. Bis Ende des Jahres werden 8000 solcher Abstandswarngeräte an rund 100 Standorten in 20 Ländern in Europa und USA zum Einsatz kommen.

«Unseren Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern an unseren internationalen Standorten ein sicheres Arbeitsumfeld zu bieten, und sie zu schützen, ist nach wie vor unser wichtigstes und dringlichstes Anliegen»,

erklärt Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns. «In Anbetracht des schwer vorhersehbaren Verlaufs der Covid-19-Pandemie war es uns deshalb äusserst wichtig, die Tests in den vergangenen Monaten zügig und erfolgreich abzuschliessen, um die Technologie ab Herbst in grossem Massstab einzuführen.»

Oerlikon CEO, Dr. Roland Fischer.

Oerlikon CEO, Dr. Roland Fischer.

PD

Abstand zentimetergenau messen

Mit der «SafeZone»-Technologie lässt sich der Abstand zwischen Personen zentimetergenau messen. Die Personen, welche sich an einem der Oerlikon Standorte aufhalten, tragen dazu einen Sensor entweder am Handgelenk oder als Anhänger. Unterschreiten zwei Sensoren für einen gewissen Zeitraum den definierten Mindestabstand von beispielsweise 1,5 Metern, erfolgt ein audiovisuelles Warnsignal, wird in der Medienmitteilung weiter betont.

Das Tragen eines «SafeZone»-Sensors ermögliche im Falle einer Infektion die genaue Nachverfolgung der Kontaktketten und erlaube dadurch eine rasche und gezielte Umsetzung von Massnahmen, wie beispielsweise eine Quarantäne der betroffenen Kontaktpersonen. Nebst der schnellen Aufklärung aller Beteiligten lassen sich durch die Technologie die betroffenen Bereiche genau und rasch eingrenzen und dadurch eine komplette Stilllegung des Standortes verhindern.

«Oerlikon konnte dank grosser Disziplin und Sorgfalt der Mitarbeitenden sowie getroffener Schutzmassnahmen die Pandemie bis anhin sehr gut meistern. Die Gesundheit aller geht vor und die wollen wir auch in Zukunft sicherstellen», ergänzt CEO Dr. Roland Fischer