Auf der Jagd nach Lena Jeger, um das Toggenburg zu retten

Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte ich noch keine Ahnung von Escape-Rooms.

Katharina Rutz
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Der Schlüssel ist gefunden, doch das nächste Rätsel für Katharina Rutz verbirgt sich bereits in diesem Kästchen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Der Schlüssel ist gefunden, doch das nächste Rätsel für Katharina Rutz verbirgt sich bereits in diesem Kästchen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Wenn ich von etwas keine Ahnung habe, wird das Wort zunächst einmal in eine Internetsuchmaschine eingegeben. Bilder von Handschellen, Ketten, Schlössern und düsteren Räumen erschienen. Das bitte soll Spass machen? Nichts für mich, dachte ich.

Allerdings kam ich dann doch nicht darum herum, einmal ein Spiel in so einem Escape-Room mitzumachen. Zugegeben, es wurde lustig. Sehr. Allerdings war es düster, es gab Handschellen, Ketten, Schlösser und abgetrennte Gliedmassen.

Umso erstaunter war ich, als die Verantwortlichen der Klangschmiede Toggenburg ankündigten, einen Escape-Room einzurichten. Düsterheit, Handschellen und Ketten verband ich so gar nicht mit der wohltönenden heilen Welt des Toggenburgs und der Klangwelt. Aber offenbar ist diese heile Welt nun in Gefahr geraten. In Gefahr durch die Kursleiterin Lena Jeger, welche sich als Agentin mit mörderischen Plänen entpuppte.

Nur wir konnten noch helfen

Und nur wir – meine Redaktionskolleginnen Corinne Hanselmann, Sabine Camedda und ich, Katharina Rutz – konnten das Toggenburg also an diesem Tag noch retten. Allerdings öffnete niemand die Tür bei ihrer Wohnung in der Klangschmiede. Deshalb fassten wir uns ein Herz und betraten ihr Entrée mit dem Schlüssel, den Martin Sailer, Projektleiter der Klangschmiede als Vermieter von Lena Jeger noch hatte.

Von da aus mussten wir aber unbedingt in ihren Wohnraum gelangen, um herauszufinden, warum mein geliebtes Heimattal in Gefahr war. Zu dieser Tür allerdings hatte niemand einen Schlüssel. Die Suche ging los.

Nach relativ kurzer Zeit schafften wir es tatsächlich in den Wohnraum von Lena Jeger, wo wir per Videobotschaft von ihren perfiden Plänen erfuhren. Unterschwellig hörten wir ständig die Gefahr und fieberhaft machten wir uns an die nächsten Hinweise.

Instrumente und Klang spielen bei den Rätseln im Escape Room in Alt St. Johann eine grosse Rolle. (Bild: Katharina Rutz)

Instrumente und Klang spielen bei den Rätseln im Escape Room in Alt St. Johann eine grosse Rolle. (Bild: Katharina Rutz)

Ein gutes Gehör für verschiedene Instrumente und Jodel sowie ein wenig Ortskundigkeit halfen uns dabei. Doch auch technische Begabung und Denken um die Ecke war nötig, um Rätsel um Rätsel zu lösen, Schlüssel zu finden und Türen zu öffnen.

Die Sache war knifflig, doch der Spielleiter Martin Sailer liess uns nicht hängen und versorgte uns wo nötig mit Tipps. So schafften wir es tatsächlich fünf Minuten vor Spielschluss in den Raum, wo es uns möglich war, das Toggenburg zu retten.