Auf der Jagd nach dem perfekten Schellenklang: Die Klangwelt Toggenburg lanciert mit der Klangspur eine neue Attraktion für Familien

Mit der Eröffnung der Klangspur, einer kleineren Variante des Foxtrails, in Alt St. Johann baut man im Toggenburg die Themenwelt Klang weiter aus. Toggenburg Tourismus und die Klangwelt Toggenburg eröffneten das Projekt vergangenen Samstag.

Michael Braun
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Die Mitarbeiter der Raiffeisenbanken im Toggenburg und andere Sponsoren mussten ihr handwerkliches Geschick in der Klangschmiede beweisen.
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Auch die Geografiekenntnisse der Teilnehmenden standen auf dem Prüfstand.
Christian Gressbach, der Geschäftsführer von Toggenbur Tourismus, informierte die Anwesenden über die Klangspur.
Trotz Regen und Schnee herrschte bei den Teilnehmenden gute Laune.
Nicht nur das Hören, sondern auch die anderen Sinne wurden beansprucht.
Bei schwierigeren Aufgaben brauchte es die ganze Gruppe um zur Lösung zu gelangen.
Auch Fingerspitzengefühl ist auf der Klangspur vonnöten.
Projektleiter Oliver Schmid (grüner Schirm) war mit grosser Freude bei der Erstbegehung dabei.
Erstaunt blickten die Teilnehmenden auf den Inhalt des Banktresors.
Auf der Suche nach dem richtigen Weg wurde durchaus auch mal länger gerätselt.
Schirmparaden gab es in Alt St. Johann an diesem Tag mehrere zu sehen.

Die Mitarbeiter der Raiffeisenbanken im Toggenburg und andere Sponsoren mussten ihr handwerkliches Geschick in der Klangschmiede beweisen.

Bild: PD

Am vergangenen Samstag eröffneten Toggenburg Tourismus und die Klangwelt Toggenburg die Klangspur in Alt St. Johann. Die Schnitzeljagd von den Machern des Foxtrail dreht sich rund um das Thema Klang. Das Angebot ist vor allem für Familien und Gruppen ein besonderes Erlebnis bei dem spitze Ohren und Geschick benötigt werden. Im Rahmen der Eröffnung durften Sponsoren, Postenpartner und Medienschaffende die Erstbegehung der Klangspur in Angriff nehmen.

Codes knacken und Telefonate abhören

Auf der Klangspur, welche eine kleine Variante des Foxtrails ist, begibt man sich auf die Spuren der Schmiedin Vera, welche den perfekten Schellenklang sucht. Nur durch das Lösen von kniffligen Rätseln und Codes sowie aufmerksames Beobachten, kommt man voran. Der Weg des rund einstündigen Rundwegs mit acht Posten führt kreuz und quer durch Alt St. Johann, wobei man das Dorf von einer ganz anderen Seite kennenlernt. Bei den verschiedenen Aufgaben kommt nicht nur das Hören, sondern auch fast alle anderen Sinne zum Einsatz. Einen Wegweiser richtig deuten, Kartenlesen, ein Telefonat abhören oder einen Tresor knacken: All das kann man auf der Klangspur erleben.

Auch die Grundstückbesitzer wurden zur Erstbegehung eingeladen und rätselten tüchtig mit.

Auch die Grundstückbesitzer wurden zur Erstbegehung eingeladen und rätselten tüchtig mit.

Bild: Michael Braun

Wetter hatte keinen Einfluss auf die Stimmung

«Trotz schlechtem Wetter, war die Erstbegehung ein voller Erfolg», so Oliver Schmid, der Projektleiter von Toggenburg Tourismus. Die Stimmung war trotz den widrigen Wetterbedingungen sehr gut, was auch mit mehreren Aufwärmmöglichkeiten unterwegs zusammenhing. Dies wird, da der Trail ganzjährig begehbar ist, vor allem im Winter für die Besucher von Vorteil sein.

Zwischenetappe zum Megaprojekt Klanghaus

Das Ziel der Klangspur sei es nicht neue Zielgruppen ins Toggenburg zu bringen, sondern das Angebot für bereits vorhandene auszubauen, so Oliver Schmid. Neben dem Klangweg, der Klangschmiede und dem Escape Room sei die Klangspur ein weiteres Element der Klangwelt, das kulturtouristisch sehr wertvoll sei. Mit der neuen Attraktion wolle man vor allem die Angebotsbreite erweitern, denn man sei überzeugt, dass man Leute mit Erlebnissen anlocken kann. Die Klangspur sei dabei eine weitere Zwischenetappe auf dem Weg zur Eröffnung des Megaprojekts Klanghaus im Jahr 2024, so Schmid.

Das schlechte Wetter trübte die Stimmung auch nicht auf der Schlussetappe vor der Probstei in Alt. St Johann.

Das schlechte Wetter trübte die Stimmung auch nicht auf der Schlussetappe vor der Probstei in Alt. St Johann.

Bild: Michael Braun

Erster Bergfoxtrail der Ostschweiz geplant

Im Frühling 2021 soll das Toggenburg zudem mit einem Bergfoxtrail ein weiteres touristisches Highlight bekommen. Dabei wird es sich vorerst um den ersten und einzigen Bergfoxtrail in der Region Ostschweiz handeln. Im Gegensatz zur Klangspur wird der Bergfoxtrail aber in der Hand der Foxtrail Macher bleiben. Mit finanzieller Hilfe der Raiffeisenbanken der Region und der Gemeinde Alt St. Johann, konnte Toggenburg Tourismus die Planung der Klangspur bei den Machern des Foxtrails in Auftrag geben. Dabei arbeiteten sie eng zusammen, um das Thema Klang in den speziellen Foxtrail zu integrieren. Besonders dankbar sei man auch den vielen Grundstückbesitzern, die sich bereiterklärt haben, Posten auf ihrem Boden unterzubringen, sagt Oliver Schmid.

Zufriedenheit beim Projektleiter nach langer Planung

«Ich bin sehr zufrieden mit der Umsetzung und dem Ergebnis der langen Planung», so Projektleiter Schmid. Im Frühling 2019 wurde das Projekt Klangspur ins Leben gerufen und seit Anfang September von Testgruppen begangen. Pünktlich zum Start der Herbstferien ging die Klangspur nun in Betrieb.

Nach der Begehung konnte man sich bei Suppe und Getränken in der Probstei aufwärmen.

Nach der Begehung konnte man sich bei Suppe und Getränken in der Probstei aufwärmen.

Bild: Michael Braun

Selbst ein Junggesellenabschied ist möglich

Vor allem die Routenplanung und die Ausarbeitung der Posten in Zusammenarbeit mit den Machern des Foxtrails habe einige Zeit gedauert, so Oliver Schmid. «Zudem kostete die Erstellung der Startunterlagen und deren Anpassungen viel Zeit», so Schmid. Auch die fast 200'000 Franken für die Finanzierung hätten erst einmal gefunden werden müssen. Am wenigsten Zeit habe dagegen überraschenderweise der Aufbau der Posten in Anspruch genommen, sagt Projektleiter Schmid weiter. Man freue sich auf die Besucher, wobei man sich selbst einen Junggesellenabschied auf der Klangspur vorstellen könnte, sagt Schmid. «Auch wenn dieser dann wohl etwas länger als die geplante Stunde dauern würde», sagt Projektleiter Oliver Schmid lachend.