Mit Schneeschuhen auf den Spuren des Yetis

Der Verein St. Galler Wanderwege hat am vergangenen Sonntag eine Schneeschuhwanderung durchgeführt. 30 Personen wollten sich das nicht entgehen lassen.

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Am Sonntag fand die Schneeschuhwanderung vor atemberaubender Kulisse statt. (Bild: PD)

Am Sonntag fand die Schneeschuhwanderung vor atemberaubender Kulisse statt. (Bild: PD)

(pd) Der Treffpunkt der geführten Schneeschuhwanderung war in Wildhaus Dorf. Zuerst ging es zu Fuss entlang der Schönenbodenstrasse bis zum Schönenbodensee. Dort schnallten sich die Schneeschuhläufer die übergrossen Schuhe an die Füsse. Wanderleiter Martin Gabathuler aus Buchs erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der rund dreistündigen Wanderung, worauf sie bei einer Tour achten müssen. Neben Tipps zur Ausrüstung erklärte er auch Verhaltensregeln, die zu beachten sind. Da ist beispielsweise gleich beim Schönenbodensee eine Wildruhezone. «Achtet darauf, dass ihr nicht in dieses Gebiet hinein geht», erklärte der Schneeschuhtourenleiter. Denn Störungen durch Menschen in diesen Zonen haben negative Auswirkungen auf die Tiere. Müssen sie im tiefen Schnee flüchten, verlieren die Tiere viel Energie.

Wanderung durch einen Märchenwald

Martin Gabathuler legte die Spur für die Nachfolgenden und stapfte durch den Schnee. Vorbei am Schönenbodensee, über schneebedeckte Weiden und vorbei an Bauernhöfen. Kleine Pausen ermöglichten es den Wanderern, die Blicke über die umgebenen Berge, Churfirsten, Gamserrugg, Gamsberg, Margelchopf, Alvier und wie sie alle heissen, schweifen zu lassen. In einem gleichmässigen Trott ging es zu einem ersten Ziel – der Summrigweid. Dort war Mittagsrast. Nach rund einer halben Stunde Pause nahmen die Schneeschuhläufer die letzten Höhenmeter bis zum Summrigchopf unter die Schneeschuhe. Es war, wie wenn man in einem Märchenwald wandern würde. Die Baumwipfel waren noch mit Schnee bedeckt und gaben bizarre Bilder ab. Man war sich nicht sicher, ob gleich der Yeti hinter einem Baum hervor schaut.

Nach ein paar Minuten Wanderung durch den Wald verliessen die Teilnehmer diesen. Die weite Fläche der Müselen lag vor ihnen. Der Blick hinunter ins Thurtal lag offen. Links die Churfirsten und rechts Mutschen und Gulmen.

Schneetag mit wunderbaren Eindrücken

Bei einigen Schneeschuhtourenläufern breitete sich langsam eine gesunde Müdigkeit aus. Von nun an ging der Weg zurück bis zum Ausgangspunkt geradeaus oder bergab. Auf der Strecke zum Schönenbodensee liegt das Fonduebeizli Oberhägli. Nach einem Kafi Lutz und Schlorzifladen war der Rest der Schneeschuhtour ein Leichtes. Wanderleiter Martin Gabathuler brachte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden und leicht erschöpft zurück. Ein Schneetag mit vielen Eindrücken ging zu Ende.