Im Widerspruch zur Lebensqualität: Auch die SP Buchs stellt sich gegen Steinbruch Campiun

Eine weitere Eingabe im Rahmen der Vernehmlassung zur Richtplanrevision wird bekannt. Der Steinbruch in Sevelen erregt die Gemüter.

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Der Steinbruch Campiun oberhalb von Rans soll wieder in Betrieb genommen werden. Doch dagegen regt sich breiter Widerstand.

Der Steinbruch Campiun oberhalb von Rans soll wieder in Betrieb genommen werden. Doch dagegen regt sich breiter Widerstand.

Bild: Corinne Hanselmann

(pd) Die Buchser SP hat sich an der Vernehmlassung zum Steinbruch Campiun beteiligt und stellt sich vehement gegen eine Wiederinbetriebnahme und Erweiterung des Steinbruchs. Nicht nur die Wohnqualität, auch die Schulwege der Kinder oder die Biodiversität würden massiv belastet, hält die Lokalpartei dazu fest. In einer Stellungnahme zuhanden des Kantons heisst es unmissverständlich:

«Der Standort Campiun, Sevelen, sei als Abbaustandort und auch als Deponiestandort aus dem Richtplan 20 zu streichen.»

Die Wiederaufnahme des Steinbruchbetriebs hätte für diese Bewohnerinnen und Bewohner eine immense und lang andauernde Beeinträchtigung des Lebensraumes und der Lebensqualität zur Folge, so die Meinung der SP.

Die Lebensqualität und die Gesundheit im Auge

Der Transport des abgebauten Hartgesteines sowie des Deponiematerials belaste das Siedlungsgebiet Buchs Süd ausserordentlich. Dies widerspreche der von Buchs angestrebten und teilweise auch schon umgesetzten Beruhigung des Verkehrs. Die Zunahme des Werkverkehrs verschlechtere die Sicherheit des Langsamverkehrs durch eine erhöhte Unfallgefahr und macht die Schulwege in Räfis massiv gefährlicher.

Zudem werden grosse Wohnquartiere entlang der Churerstrasse mit Lärm, Staub und Gestank zusätzlich belastet. Ein siedlungsnaher Steinbruch steht für die SP Buchs im klaren Widerspruch zur Lebensqualität der Bewohnerschaft im neuen Quartier Räfiserhalde. Das Interesse an der Lebensqualität und Gesundheit sei höher zu gewichten als das Interesse, einen stillgelegten Abbruch wieder in Betrieb zu nehmen und zu erweitern.

Im Konflikt mit den Schutzinteressen des BLN

Der Hartgesteinsabbau steht aus Sicht der SP auch im Konflikt mit den Schutzinteressen des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler BLN, wie das Gutachten der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission vom 9.10.2018 zeigt. Zudem laufe der Hartgesteinsabbau in diesem Gebiet der vom Kanton angestrebten Biodiversitätsstrategie 2018–2025 diametral entgegen, so die SP Buchs.

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