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«Arrivederci»: hochstehende Abschlussgala des Podium 2019

Zum Abschluss der Podium-Konzertreihe fand auch dieses Jahr wieder die Preisverleihung durch Erbprinzessin Sophie im TAK in Schaan statt. Talentproben der jungen Musiker ergänzten die Gala.
Freuten sich über die erfolgreichen Podiumskonzerte: Dr. Thomas Spickermann, Dr. phil. Hossein Samieian, Maestro Graziano Mandozzi, Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein sowie die Preisträger Ayleen Weber, Emil Laternser, Laurenz Vanorek, Jud (Bild: Elma Korac)

Freuten sich über die erfolgreichen Podiumskonzerte: Dr. Thomas Spickermann, Dr. phil. Hossein Samieian, Maestro Graziano Mandozzi, Erbprinzessin Sophie von und zu Liechtenstein sowie die Preisträger Ayleen Weber, Emil Laternser, Laurenz Vanorek, Jud (Bild: Elma Korac)

Bereits zum 17. Mal fanden in diesem Jahr die Podium-Konzerte im TAK statt, mit dem Ziel, jungen Nachwuchstalenten in der klassischen Musik eine Bühne zu geben und sie zu fördern. Die Konzertreihe mit insgesamt sechs Konzerten ist zugleich ein Wettbewerb, bei dem es statt Geldpreisen für die Preisträger Auftritte bei der Reihe «Podium zu Gast» zu gewinnen gibt.

An Gönnerin Lotte Schwarz erinnert

Diese wiederum findet nicht in herkömmlichen Konzertsälen, sondern in sozialen Institutionen statt – so können einerseits junge Talente Konzerterfahrung sammeln, andererseits erreicht die klassische Musik so Menschen, die es aus verschiedenen Gründen nicht in die Konzertsäle schaffen. Im vergangenen Jahr gastierte die Reihe sogar im Gefängnis in Vaduz – ein ungewöhnlicher Ort, aber eine umso schönere Bereicherung für beide Seiten. Dass dieses ambitionierte Konzept Früchte trägt, zeigt die durchgehend hohe Qualität der Preisträger ebenso wie das ungebrochene Publikumsinteresse im TAK.

Zu Beginn erinnerte der künstlerische Leiter Graziano Mendozzi an die verstorbene Gönnerin Lotte Schwarz, die das Podium ins Leben gerufen hat, und bat die heutige Schirmherrin, Erbprinzessin Sophie, zur Preisverleihung auf die Bühne.

Dass die Abschlussgala auch musikalisch einiges zu bieten hatte, dafür sorgten die Preisträger, die jeweils eine Kostprobe ihres Könnens abgaben. Den Anfang machte Milena Rothenberger aus Buchs an der Trompete, die einen von zwei dritten Preisen gewann. Begleitet von Sharon Chern ebenfalls aus Buchs am Klavier spielte sie den ersten Satz des Trompetenkonzerts in Es-Dur von Johann Nepomuk Hummel. «Wer sagt, dass die Trompete nur ein männliches Instrument ist?», kommentierte Graziano Mendozzi treffend ihre starke Leistung.

Ohne Angst vor schrägen Tönen

Der zweite 3. Preis ging ebenfalls an eine junge Blasmusikerin Ayleen Weber am Saxofon. Sie trug das experimentelle «Rock Me!» von Barry Cockroft vor, das Elemente von Free Jazz mit Rock ’n’ Roll kombinierte – kraftvoll gespielt und ohne Angst vor schrägen Tönen. Auch für den 2. Preis gab es zwei Preisträger: Zum einen das «Trio Auszeit», das im letzten Podium-Konzert im Mai brillierte und dessen Interpretation von Nino Rotas und Jürg Hanselmanns Klarinetten-Trios auch diesmal nichts zu Wünschen übrig liess, zum anderen die Mezzosopranistin Isabel Pfefferkorn, die krankheitsbedingt verhindert war, was das Programm etwas durcheinanderbrachte.

Der erste Preis ging an jemanden, der sicherlich kein Unbekannter ist, gilt der 15-jährige Pianist doch als eines der grössten Nachwuchstalente der Region.

Die Rede ist von Emil Laternser, der auch diesmal keine Zweifel an seinem Talent aufkommen liess. Rheinbergers Inpromptu «Die Jagd» trug er spritzig und mit viel Gefühl für die Tempowechsel vor, das Highlight folgte aber im Anschluss. Das experimentelle Stück «Black Earth» des türkischen Starpianisten Fazil Say begann mit mystischen Ambient-Klängen, die Laternser dadurch erzeugte, dass er mit der Hand in den Flügel griff, um die Saiten abzudämpfen.

Nicht minder ausdrucksvoll gelang ihm der Rest des Stückes, das zwischen elegischen und rhythmischen Passagen schwebend changierte. Viel Tragik steckt in diesen Noten, denn Fazil Say, der auch schon im TAK gastierte, kann aufgrund der politischen Situation nicht mehr in seine Heimat zurück. Ein gekonntes Wagnis, dieses Stück zu interpretieren, was mit grossem Applaus bedacht wurde.

In die Sommerpause verabschiedet

Mit einem herzlichen «arrivederci» und «grazie mille» verabschiedete Maestro Mendozzi das Publikum in die Sommerpause. Im Herbst, am 31. Oktober, steht das Preisträgerkonzert auf dem Programm, in dem Emil Laternser nochmals ein abendfüllendes Programm präsentieren wird. Und wenige Monate später, im Januar 2020, beginnt die Podium-Saison erneut. (jk)

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