Arno Rissi wird neuer Präsident der Kesb Werdenberg

Die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Werdenberg hat den Nachfolger von Patrik Terzer gewählt.

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Arno Rissi, neuer Präsident der Kesb Werdenberg

Arno Rissi, neuer Präsident der Kesb Werdenberg

Urs Baerlocher

(pd/kru) Arno Rissi übernimmt die Leitung der Kesb Werdenberg am 1. März. Rissi wirkt bereits seit Oktober 2013 als Behördenmitglied bzw. seit Juli 2017 als Vizepräsident der Kesb Werdenberg. Der bisherige Präsident, Patrik Terzer, wechselt Ende Februar in die Kantonshauptstadt und übernimmt das Präsidium der Kesb St.Gallen. Patrik Terzer war seinerzeit per 1. August 2012 zum Präsidenten der am 1. Januar 2013 neu startenden Kesb Werdenberg gewählt worden.

Patrik Terzer verlässt die Kesb Werdenberg Ende Februar.

Patrik Terzer verlässt die Kesb Werdenberg Ende Februar.

Bild: Urs Baerlocher

Zweckverband setzt mit Arno Rissi auf Kontinuität

Wie Roland Ledergeber, Präsident des Verwaltungsrats Zweckverband Kesb Werdenberg, in der Medienmitteilung schreibt, habe sich Arno Rissi im Rahmen eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens durchgesetzt. Mit seiner Wahl setzten Verwaltungsrat und Delegiertenversammlung des Zweckverbands auf Kontinuität sowie einen erfahrenen Fachmann, der die Kesb Werdenberg bestens kenne und die Behörde im Sinne der Trägerschaft weiterführen und -entwickeln werde.

Arno Rissi hat einen Masterabschluss in Sozialarbeit und Recht an der Fachhochschule Luzern. Seit 20 Jahren ist er im Kindes- und Erwachsenenschutz tätig, davon über zwölf Jahre als Berufsbeistand. Auch im Bereich Betriebsökonomie verfügt Arno Rissi über Aus- und Weiterbildungen.

Arbeit mit und für Menschen

«In meiner Funktion als Behördenmitglied und Vizepräsident bin ich mit den verschiedenen Aufgabenbereichen bereits vertraut», sagt Arno Rissi. Für ihn ist Kindes- und Erwachsenenschutz Arbeit mit und für Menschen. «Die Kesb ist das letzte Glied in der sozialen Helferkette unserer Schweiz. Es ist mir wichtig, den hilfs- und schutzbedürftigen Menschen mit Empathie zu begegnen und dort Unterstützung zu leisten, wo ein Bedarf besteht und andere Hilfen nicht oder nicht mehr ausreichen», sagt er.

Es sei ihm wichtig, dass die Kesb mit den motivierten und fachlich qualifizierten Mitarbeitenden weiterhin einen guten und professionellen Kindes- und Erwachsenenschutz in der Region Werdenberg gewährleisten könne. Zudem sei es ihm ein Anliegen, die sehr wertvollen Kontakte mit allen Geschäftspartnern, den angeschlossenen Gemeinden und auch den Beistandspersonen unverändert zu pflegen.

Kesb ist in der Region etabliert

«Die Kesb Werdenberg verfügt über gute Strukturen und ist in der Region etabliert», sagt Rissi. Er sieht aktuell keinen Veränderungsbedarf.

«Es gilt somit, Bewährtes zu erhalten und gleichzeitig auch offen für allfällige Veränderungen und Anliegen zu sein.»

Im Werdenberger Zweckverband sind die Stadt Buchs sowie die Gemeinden Wartau, Sevelen, Grabs, Gams und Sennwald zusammengeschlossen. Der Verwaltungsrat des Zweckverbands Kesb Werdenberg danke Patrik Terzer für das langjährige Engagement sowie die geleistete Arbeit und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Werdenberghat ihr Domizil am Fichtenweg 10 in Buchs.

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) Werdenberg
hat ihr Domizil am Fichtenweg 10 in Buchs.

Bild: Heini Schwendener

Interdisziplinäre Fachbehörden

Für die Umsetzung des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts sind im Kanton St. Gallen neun regionale, interdisziplinäre Fachbehörden zuständig. Kindesschutzmassnahmen werden getroffen, wenn das Wohl eines Kindes gefährdet ist und die Eltern nicht von sich aus Abhilfe schaffen können oder wollen. Massnahmen im Erwachsenenschutz sind dann notwendig, wenn eine erwachsene Person aufgrund eines Schwächezustands nicht in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen und zu entscheiden.

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