Anstatt einer Lehre gibt es für Jugendliche der Region eine Vielzahl an guten Angeboten

Erstaunlich viele Alternativen zu der Berufslehre gibt es in der Region Werdenberg/Sarganserland dank verschiedenster Brückenangebote.

Karl Duijts-Kroning
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Berichte aus einem Brückenangebot: Markus Roth lässt vier Jugendliche erzählen.

Berichte aus einem Brückenangebot: Markus Roth lässt vier Jugendliche erzählen.

Bild: Karl Duijts-Kronig

Die Unterstützung durch das Berufs- und Weiterbildungszentrum Buchs (BZB) für die Jugendlichen ist wertvoll und hilfreich. Vergangene Woche legten verschiedene Referenten im Oberstufenzentrum von Sargans an einer Informationsveranstaltung die möglichen Wege dar.

Brückenangebote würden Perspektiven vermitteln

Welches der Angebote ist am idealsten? Martin Good, Abteilungsleiter Bauberufe am BZB in Buchs, wies bei der Begrüssung darauf hin: «Wir präsentieren die Möglichkeiten und die Inhalte.» Stellenleiter Michael Dürst von der Berufs- und Laufbahnberatung in Sargans betonte als erster Redner, die verschiedenen Brückenangebote würden gute Perspektiven vermitteln. Seine Stelle würde mit einer Standortbestimmung und mit Coaching unterstützend wirken. Ein Brückenangebot schenke Luft und Raum, nehme Druck weg, lasse Zeit gewinnen und könne nebst dem Sammeln von praktischen Erfahrungen auch das schulische Wissen verbessern.

Als Klassenlehrerin im Berufsvorbereitungsjahr erläuterte dann Sabine Roy, was von den Jugendlichen dort erwartet wird. Aktuell hätten in ihrer Klasse von 16 Schülern deren 13 einen Lehrvertrag abschliessen können. Während der 39 Schulwochen (im ehemaligen 10. Schuljahr) sei das Schnuppern für eine Lehrstelle immer möglich. Roy machte aber auch darauf aufmerksam, «dass es etwas kostet» und es auch eine Probezeit gebe.

Ein Einstieg nach der Vorlehre

Einen Tag Schule und vier Tage Praktikum – so stellte in der Folge Martin Good die Vorlehre VL vor. 70 Prozent würden bereits bei Beginn ein Praktikum haben, doch wenn dies nicht der Fall sei, gäbe es die nötige Unterstützung. Ziel sei der Einstieg in die berufliche Ausbildung. Good wies auf die Unterrichtsfächer hin und betonte ebenfalls, dass der Unterricht nicht gratis sei. Zuletzt zeigte er noch die Möglichkeit des Integrationskurses auf – eine Vorlehre mit sprachlichem Schwerpunkt für Fremdsprachige.

Mit «Der Weg» stellte schliesslich Markus Roth ein privates Brückenangebot vor. Dies, betonte er, als Ergänzung, nicht als Konkurrenz. Das Zwischenjahr im Broderhaus Sargans sei auch für Sportler gedacht; maximal werden 16 Jugendliche zugelassen. «Vier junge Damen und Herren» wurden danach auf die Bühne gebeten. Sie berichteten von ihren Erfahrungen in ihrem Brückenangebot. Von Absagen, von knapp verpassten Aufnahmeprüfungen – und dann: «Traumberuf gefunden» oder «Lehrstelle gefunden». Einer der Jugendlichen meinte allerdings, er stehe erst kurz vor der Zusage für seine Lehrstelle.

Über die Schulzeit waren Bemerkungen zu hören wie «zuerst Bedenken, dann aber verständnisvolle Unterstützung gefunden» oder «nicht so schlimm wie vorgestellt» (ein Lachen im Publikum) sowie «gute Kollegschaft». Zum Schluss standen alle Referenten noch für Fragen zur Verfügung. Es gab zudem noch verschiedene Unterlagen zu beziehen.