Edelsteine
Andri Letta präsentierte in Grabs die glitzernden Launen der Natur

Andri Letta, Inhaber der gleichnamigen Firma für Uhren und Schmuck in Buchs, bot am Freitag und Samstag rund 40 Personen in acht Kleingruppen einen spannenden Einblick in die Welt der Edelsteine.

Hanspeter Thurnherr
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Von klein auf hatten es ihm diese besonderen Steine angetan. So absolvierte er nach seiner Lehre als Goldschmied eine Zusatzausbildung in Gemmologie, der Wissenschaft der Edelsteinkunde. Seine Kompetenz und die Passion für die Edelsteine stellt er heute nicht nur seinen Kunden, sondern auch der Schweizerischen Gemmologischen Gesellschaft als Präsident zur Verfügung.

Edelsteine entstehen in einem langsamen Prozess

Die Teilnehmenden lernten in der speziellen Umgebung der alten Dachdeckerwerkstatt am Spannenweg in Grabs die wichtigsten Vertreter der drei Edelstein-«Familien» Korund, Beryl und Turmalin, deren Eigenschaften und optischen Spezialitäten kennen.

Edelsteine entstanden und entstehen in einem äusserst langsamen Prozess unter Druck im Erdinnern. Je nach den umgebenden chemischen Elementen, welche in die Struktur eingeschlossen werden, erhalten die Steine ihre besondere Färbung. Unter dem Mikroskop zeigte sich, wie beispielsweise der eigentlich farblose Saphir durch Einschlüsse von chemischen Zusätzen wie Chrom, Eisen oder Titan die unterschiedlichen Farben erhält. Lett sagt:

«Natürliche, echte Edelsteine sind also eine Laune der Natur.»

Heute werden Diamanten für die Industrie auch künstlich durch Synthese «gezüchtet» und reichen durch immer bessere Verfahren immer näher an echte Edelsteine heran. Dadurch kommt den Gemmologen eine wichtige Rolle zu, um die Echtheit natürlicher Edelsteine zu bestimmen. In den Handel kommen nur geschliffene Steine. In der Welt der Edelsteine sind daher hochspezialisierte und erfahrene Edelstein-Schleifer wichtig.

Jeder Edelstein ein Unikat

Denn erst durch das Schleifen kommen die Farben und Farbspiele auf den Facetten der Steine richtig zur Geltung. Andri Letta erklärt:

«Das menschliche Auge, der Fingerdruck, ja sogar das Gehör entscheiden bei dieser Feingefühl erfordernden Handarbeit mit. Dadurch wird auch jeder Edelstein zu einem Unikat.»