Eine Analyse soll die Schwachstellen der Saar zeigen

Um die Hochwassersicherheit der Saar zu erhöhen, wird eine umfassende Defizitanalyse erarbeitet.

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In einer Vorstudie werden allfällige Schwachstellen des Saarkanals und einem Teil der Seitengewässer aufgelistet. Die Defizitanalyse und die Bedürfnisabklärung dienen als Grundlage für allfällige Aufwertungsmassnahmen.

In einer Vorstudie werden allfällige Schwachstellen des Saarkanals und einem Teil der Seitengewässer aufgelistet. Die Defizitanalyse und die Bedürfnisabklärung dienen als Grundlage für allfällige Aufwertungsmassnahmen.

Bild: PD

(pd) Die Gerinnekapazität der Saar ist für ein allfälliges Hochwasser zu klein. Hinzu kommt, dass sich die Situation durch Überbauungen und Setzungen künftig weiter verschärfen wird. Um die Hochwassersicherheit für die Bevölkerung nachhaltig gewährleisten zu können, werden aktuell eine Defizitanalyse und Bedürfnisabklärung durchgeführt.

Der Bearbeitungsperimeter umfasst einen Grossteil der Saarebene in den Gemeinden Mels, Sargans, Vilters-Wangs und Wartau. Dies schreibt die Begleitgruppe der Region Sarganserland-Werdenberg in einer Medienmitteilung.

Grundlage für Entwicklungskonzept

Die angelaufenen Arbeiten werden durch das renommierte und unabhängige Ingenieurbüro Basler&Hofmann ausgeführt. Ziel dieser Vorarbeiten ist die Erfassung sämtlicher Anforderungen der unterschiedlichen Anspruchsgruppen.

Beat Tinner, Vorsitzender der Begleitgruppe der Region Sarganserland-Werdenberg, erklärt:

«Die aktuelle Arbeit ist eine eigentliche Bestandesaufnahme. Die Zusammenstellung der Fakten ist notwendig, damit anschliessend in einem zweiten Schritt fundiert über mögliche Massnahmen diskutiert werden kann.»

Aktuell werden sämtliche vorhandenen Unterlagen beschafft und gesichtet, welche für ein Entwicklungskonzept der Saar von Bedeutung sind. Dabei handelt es sich beispielsweise um die kantonalen, regionalen und kommunalen Planungen und Vorgaben, Landschaftsentwicklungskonzepte, Ortsplanungen und Schutzverordnungen. Parallel dazu finden Begehungen für die visuelle Aufnahme des baulichen Zustands des Gewässers und der Bauwerke statt.

Momentan kein konkretes Projekt

So soll eine lückenlose Defizitanalyse hinsichtlich Hochwasserschutz, Ökologie und baulichen Zustands entstehen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen kann der Handlungsbedarf abgeleitet werden. Wann und was für Hochwasserschutz- und Aufwertungsmassnahmen an der Saar getroffen werden, steht noch nicht fest, heisst es in der Mitteilung weiter.

Projektleiter Andreas Düring vom Amt für Wasser und Energie, Abteilung Wasserbau, vom Kanton St.Gallen, sagt:

«Momentan wird weder ein konkretes Projekt ausgearbeitet, noch wird über mögliche bauliche Massnahmen diskutiert.»

Über die gewonnenen Erkenntnisse und die weiteren Schritte wird das Projektteam die verschiedenen Anspruchsgruppen orientieren, sobald alle Grundlagen zusammengetragen wurden.