Saskia de Klerk ist an der nationalen Spitze dran

An den Schweizer Meisterschaften in Uster gewinnt Saskia de Klerk vom SC Flös Buchs die Bronzemedaille über 50 Meter Freistil. Sie ist die erste Flöser Schwimmerin, der dies gelingt.

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Das Podest in der Sparte 50 Meter Freistil: Carina Patt, Nina Kost und Saskia de Klerk (von links). (Bild: PD)

Das Podest in der Sparte 50 Meter Freistil: Carina Patt, Nina Kost und Saskia de Klerk (von links). (Bild: PD)

Die 28-jährige Vorzeigeathletin vom SC Flös Buchs hat sich dank eines gelungenen Rennens über die 50 Meter Prestigestrecke mit einer Traumzeit von unter 26 Sekunden (25,98) mitten in die Schweizer Spitze katapultiert. Einzig von den Schwimmprofis Nina Kost (Schwimmclub Uster Wallisellen) und Carina Patt (Limmat Sharks Zürich) musste sich Saskia de Klerk geschlagen geben.

Schon im Vorfeld war ihr bewusst, dass sie ihre persönliche Bestzeit, die sie vor drei Wochen in Chur aufgestellt hatte, noch einmal klar unterbieten musste, um einen Platz auf dem Podest zu ergattern. Mit einem Exploit schaffte de Klerk diese Meisterleistung und vermochte sich in einem spannenden Rennen von der im Vorlauf ebenfalls auf Rang drei gelegenen Mitstreiterin zu distanzieren. Dass sie an einer Schweizer Meisterschaft eine Medaille holen konnte, kann sie kaum fassen. «Ich bin wahnsinnig glücklich über diese Medaille», erklärt sie strahlend. «Im A-Lauf steigern sich die meisten, aber ich bin stolz darauf, dass es mir gelungen ist, auf diese kurze Strecke noch einmal drei Zehntelsekunden herauszuholen.»

Schnellkraft und Schwimmstrategie

Unter 26 Sekunden zu schwimmen, das ist eine absolute Glanzleistung. Da trennt sich die Spreu vom Weizen. Die 50 Meter Freistil erfordern sehr viel Schnellkraft, worauf sich de Klerk zusammen mit der zweiten Flöser Schweizer-Meisterschafts-Teilnehmerin, Noemi Wyss, in den letzten paar Wochen konzentriert hatte. Beide legten ihr Hauptaugenmerk auf die schnellste aller Schwimmstrecken, trainierten Rennstrategie, Atmungsmuster, Starts und Wenden. Auch die 15-jährige Wyss, die mit 28,49 ebenfalls eine schnelle Zeit ablieferte, freute sich über ihre Leistung. De Klerk schwamm an drei Wettkampftagen ein Monsterprogramm mit insgesamt zehn Rennen. Sie schaffte einmal den A-Final und dreimal den Einzug in den B-Final. Ihr zweitbestes Resultat erzielte die Sennwalderin interessanterweise über die 50 Meter Brust, eine ungewöhnliche Kombination für eine Kraul-Sprint-Spezialistin. Mit einer Zeit unter 33 Sekunden erreichte sie den B-Final und belegte schliesslich Rang neun. Eine weitere persönliche Bestzeit gelang ihr über 100 Meter Lagen (Rang 14). Nach zwei strengen Wettkampftagen schaffte sie am dritten Tag noch einmal den Einzug in den B-Final über 100 Meter Freistil. Mit 57,81 belegte sie Rang zehn und zeigte sich zufrieden mit dieser schnellen Zeit.

Erfolg trotz Dreifachbelastung

Mit so vielen eindrücklichen Resultaten und Zeiten hatten weder de Klerk noch der Verein gerechnet, war doch die Ausgangslage für die Schwimmerin mit holländischen Wurzeln denkbar ungünstig. De Klerk, die einem Vollzeitjob bei der Hilti in Schaan nachgeht, muss sich die Zeit für ihre Trainings richtiggehend freischaufeln. Neben der Arbeit und den Trainings steht sie zurzeit und bis Ende Jahr zudem regelmässig als Trainerin für das A-Team zur Verfügung. Eine enorme Dreifachbelastung, die seinesgleichen sucht. Jetzt freut sich de Klerk aber erst mal über ihre Bronzemedaille, wartet gespannt auf die nächsten Wettkämpfe und darauf, was die Zukunft noch bringen wird. (mw)