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Kantonsräte sorgen sich um Zukunft der NTB in der neuen Fachhochschule Ostschweiz

Die Kantonsräte Daniel Gut (SP, Buchs) und Beat Tinner (FDP, Azmoos) stellen der Kantonsregierung besorgt Fragen. Sie sehen die schon beschlossene Departementszuteilung der NTB Buchs in der neuen Fachhochschule Ostschweiz in Gefahr.
Heini Schwendener
Es gibt Gerüchte, wonach die Buchser Hochschule NTB künftig das Department Informatik statt Technik leiten soll. Kantonsräte sind aufgeschreckt. (Bild: Urs Jaudas)

Es gibt Gerüchte, wonach die Buchser Hochschule NTB künftig das Department Informatik statt Technik leiten soll. Kantonsräte sind aufgeschreckt. (Bild: Urs Jaudas)

Eigentlich schien alles klar zu sein: In der departmentalen Struktur der neuen Fachhochschule Ostschweiz (nFHO) sollte es im Bereich Technik die zwei gleichwertigen Teile «Technik» und «Informatik/Technik» geben. Die interstaatliche Hochschule für Technik NTB Buchs würde das Departement Technik, die Hochschule für Technik in Rapperswil das Departement Informatik/Elektrotechnik leiten.

Dies sei in der Projektgruppe und in der vorberatenden Kommission des Kantonsrates klar gewesen, schreiben die Kantonsräte Daniel Gut (SP, Buchs) und Beat Tinner (FDP, Azmoos) in ihrer Einfachen Anfrage, die sie am Wochenende bei der Regierung eingereicht haben.

Es brodelt in der Gerüchteküche

Auslöser für ihren politischen Vorstoss sind Gerüchte, die man im Werdenberg mit Besorgnis zur Kenntnis nimmt. Demnach solle die Zuteilung der Departemente auf die Standorte radikal geändert werden. Die ganze Technik wäre nur noch ein Departement, das aus Rapperswil gesteuert werden solle. Die NTB wäre dann für die Leitung des Departements Informatik zuständig.

«Neue Fachhochschule Ostschweiz: Wird die beschlossene Zuteilung der Departement in Frage gestellt?», so betiteln die Kantonsräte aus dem Werdenberg ihre Einfache Anfrage.

Standort Buchs würde «entschieden geschwächt»

Darin halten Daniel Gut und Beat Tinner deutlich fest: «Eine solche Zuteilung würde den Kompetenzen des Standortes Buchs nicht gerecht und diesen innerhalb der nFHO entschieden schwächen.» Grundsätzlich wollen die beiden Kantonsräte wissen, ob die Regierung Kenntnis der sich anbahnenden Änderung in der Aufteilung der Departemente und deren Zuteilung auf die drei Standorte Buchs, Rapperswil und St. Gallen habe. Sie verweisen auf die klaren Aussagen zur Departementszuteilung, die in der vorberatenden Kommission und in der parlamentarischen Debatte gemacht wurden. Wie also stelle sich die Regierung dazu, dass die designierte Trägerkonferenz für die nFHO am 17. Januar nach dem Wiederwägungsgesuch von Rapperswil und offenbar auf Antrag des Kantons St. Gallen eine völlig andere Departementszuteilung beschliessen solle?

Gemäss IT-Offensive soll die Informatik-Ausbildung in Rapperswil und St. Gallen stattfinden. Wie stellt sich die Regierung dazu, fragen Gut und Tinner, dass nun offenbar das Departement Informatik, «zu dem in Buchs mangels eines entsprechenden Studiengangs keine Ausbildung stattfindet», in der NTB angesiedelt werden soll.

Würde Liechtenstein vor den Kopf gestossen?

Die beiden Kantonsräte sprechen ein weiteres brisantes Thema an. Durch eine Vor-Ort-Konkurrenzierung der Universität Liechtenstein durch ein Departement Informatik in Buchs würden bei unseren Nachbarn offenbar Befürchtungen laut, dass «die nötigen Kredite für die Trägerschaftsbeteiligung im Liechtensteinischen Parlament gefährdet sein könnten.» Gut und Tinner sorgen sich, dass das Engagement des Landes Liechtenstein für die nFHO möglicherweise in Frage gestellt werden könnte.

Ein Fragenkomplex betrifft die Marktnähe im Bereich Technik der NTB in der stark exportorientierten Wirtschaftsregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland. Wäre diese mit einem Departementssitz in Rapperswil weiter gewährleistet? Und wie sähe es mit der Weiterentwicklung von RhySearch aus, wenn das Departement Technik allein von Rapperswil aus gesteuert würde?

Wichtig bei der Fachkräfteausbildung

Für die wirtschaftsstärkste Technikregion Rheintal erbringe die NTB unverzichtbare und anerkannte Leistungen im Bereich der Fachkräfteausbildung, halten Gut und Tinner fest. «Wie stellt sich die Regierung zur Forderung der technologieorientierten wie exportstarken Wirtschaft im Rheintal, der Sitz des Departements Technik müsse in Buchs sein?»

Schliesslich interessiert die beiden Kantonsräte auch, ob für die Regierung die drei Standorte St. Gallen, Rapperswil und Buchs «gleichwertig» wären nach der sich gerüchtehalber anbahnenden Departementszuteilung.

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