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Jacqueline Gantenbein hat als Brocki-Aushilfe eine Berufung entdeckt

Vor fünf Monaten eröffnete Jacqueline Gantenbein ihr Brocki mitenand. Sie blüht in ihrer neuen Aufgabe auf und freut sich über zufriedene Kunden und die vielen Sachen, die sie an Bedürftige im Ausland verschenkt.
Heini Schwendener
Jacqueline Gantenbein in ihrem Grabser Brocki mitenand, in dem sie grossen Wert auf Sauberkeit und eine gefällige Präsentation des Angebots legt. (Bild: Heini Schwendener)

Jacqueline Gantenbein in ihrem Grabser Brocki mitenand, in dem sie grossen Wert auf Sauberkeit und eine gefällige Präsentation des Angebots legt. (Bild: Heini Schwendener)

Im ehemaligen Bradford-Gebäude an der Werdenstrasse 68 in Grabs herrscht an diesem Nachmittag ein emsiges Treiben. Das Grabser Brocki mitenand ist gut besucht, die Kundschaft studiert in den hellen Räumen das gefällig präsentierte Angebot. Sie trifft sich aber auch auf einen Schwatz untereinander und vor allem mit der «Brocki-Mama» Jacqueline Gantenbein. Diese ist allerdings mit Abstand die Jüngste in der fröhlichen Gesellschaft.

Die Zahnarztgehilfin hat einmal im Brocki Werdenberg ausgeholfen und dabei eine neue Berufung entdeckt. Der Umgang mit Sachen, die jemand nicht mehr braucht, aber letztlich zu schade für den Abfall sind, hat sie sofort fasziniert.

Menschen erfreuen und Bedürftigen helfen

«Ich habe eine neue Leidenschaft entdeckt», sagt sie mit fast verklärtem Blick, «etwas, das niemand mehr braucht aber noch funktionstüchtig ist, das braucht doch so etwas wie eine Mutter. Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass diese Sachen wieder irgendwo anders gebraucht werden.» Im besten Fall bereiten sie den neuen Besitzern sogar eine grosse Freude. Wenn jemand mit so einer Trouvaille oder einem Schnäppchen das Brocki mit leuchtenden Augen verlässt, dann freut sich Jacqueline Gantenbein noch viel mehr. Nicht wegen des Geldes, das sie damit verdient hat, sondern weil sie einfach gerne Menschen eine Freude bereitet. Und weil sie gerne Gutes tut. Denn Sachen, die sich in ihrem Brocki nicht verkaufen lassen, aber unbeschädigt und sauber sind, verschenkt sie. Sie hat einige Abnehmer, die ihre «Geschenke» gerne nach Ungarn, Süditalien, Kroatien, die Slowakei oder nach Marokko transportieren und dort an Bedürftige weiter geben.

Jacqueline Gantenbein ist am Grabserberg aufgewachsen und wohnt heute in Frümsen. Sie hat ihr Arbeitspensum in der Praxis wegen ihrer neuen Aufgabe auf 20 Prozent reduziert. Zusammen mit ihrem Partner führt sie das Grabser Brocki mitenand, dessen Name Programm ist. «Was können wir alleine erreichen», fragt sie und gibt gleich selbst die Antwort: «Fast nichts, aber zusammen, da geht alles und es macht mehr Freude.» Und so arbeiten viele helfende Hände in ihrem kleinen Betrieb unentgeltlich mit. Ein Mann, der von der Spitex betreut wird, kann hier sogar kleine Arbeiten verrichten, «so kommt er endlich wieder unter die Leute», sagt Gantenbein, die ihr Brocki auch als wichtigen sozialen Treffpunkt versteht.

Geöffnet ist das Grabser Brocki mitenand jeweils dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 16.30 Uhr. Es bietet nicht nur Secondhandartikel an, sondern empfiehlt sich auch für Hausräumungen, Umzüge und es hat einen Abholdienst.

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