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Trockenheit: Alpabfahrten erfolgen drei Wochen zu früh

Bereits heute Donnerstag kehren die Kühe von der Buchser Alp Malbun ins Tal zurück. Der Grund ist Futtermangel wegen der langen Trockenheit. Am Samstag fahren die Kühe vom Schanerberg frühzeitig ins Tal.
Thoms Schwizer
Die Kühe von der Alp Malbun müssen wegen Futtermangels bereits am Donnerstag ins Tal gebracht werden. Die Rinder dürfen aber noch bleiben. (Bild: Bianca Helbling)

Die Kühe von der Alp Malbun müssen wegen Futtermangels bereits am Donnerstag ins Tal gebracht werden. Die Rinder dürfen aber noch bleiben. (Bild: Bianca Helbling)

Es ist zweifellos ein extremes Jahr auf den heimischen Alpen. Auf manchen, die in tiefer und mittlerer Höhenlage sind, herrscht akuter Futtermangel.

Betroffen davon sind insbesondere solche mit südlicher Ausrichtung, also auf der Sonnenseite. Die seit dem Frühjahr und noch ausgeprägter in den letzten sechs Wochen fast ausgebliebenen Niederschläge verursachten beim Gras teilweise einen eigentlichen Wachstumsstop.

Die ersten Tiere kehren vorzeitig ins Tal zurück

«Die Situation ist sehr unterschiedlich und abhängig von der Lage, Exposition und den erfolgten Niederschlägen», sagt Markus Hobi von der Fachstelle Alpwirtschaft am Landwirtschaftlichen Zentrum St. Gallen in Salez.

Manche Alp habe, teilweise seit mehreren Wochen, wegen der mangelnden Niederschläge zu wenig Tränkewasser. Dieses Problem ist mit Transporten, teilweise mit Helikoptern, lösbar. Nicht ändern kann man aber die Futtersituation. Deshalb mussten im Toggenburg zwischen Mosnang und Nesslau bereits Alpen in tieferer und mittlerer Höhe, die exponiert liegen, bereits einen Teil des Viehs ins Tal getrieben werden, so Hobi.

Alp Malbun: Rinder können vorläufig noch bleiben

Heute Donnerstag müssen auch die Pächter der Alp Malbun, die der Ortsgemeinde Buchs gehört, wegen mangels an Gras auf den Alpweiden die Kühe ins Tal schicken. Seit dem Alpsommer 2011 stehen Ueli und Margrit Abderhalden hier im Grosseinsatz. «Die Situation ist extrem», stellt Margrit Abderhalden fest. Wegen der lange Zeit fehlenden Niederschläge sei kaum mehr Gras nachgewachsen. Diese Situation ist leider nicht zu beeinflussen.

Erstmals seit sie Pächter sind, muss die Alpsaison für einen Teil der Tiere frühzeitig beendet werden. Die Alpabfahrt der Kühe erfolgt rund drei Wochen früher als üblich. Die Rinder bleiben aber vorderhand auf der Alp Malbun, weil sie mit weniger Futter und Wasser auskommen.

Alp Schanerberg hat kein Gras mehr

Auch auf der Alp Schanerberg von der Alpkorporation Oberschan endet die Alpzeit 2018 gut zwei Wochen früher als geplant. Alpmeister Markus Gabathuler erläutert, dass die 78 Kühe am Samstag ins Tal geführt werden. In einem normalen Sommer habe man zwei bis drei Grasnutzungen. Anders in diesem rekordtrockenen und heissen Sommer 2018. Deshalb bleibe nur die frühzeitige Entleerung.

Schon im Hitzesommer 2003 hatte die eher tief und auf einer Kuppe gelegene Alp Probleme mit dem Graswuchs. Damals wurden gemäss Gabathuler die Kühe für drei Wochen ins Tal gebracht und, nachdem das Wachstum doch wieder eingesetzt hatte, wieder auf die Alp transportiert. Das sei aber sehr aufwendig gewesen. Zudem würde das Gras nun auch bei Regen nicht schnell genug nachwachsen.

Auch im Tal ist das Futter knapp

Generell wird alles versucht, um die Tiere so lange wie möglich auf der Alp weiden zu lassen. Denn im Tal können wegen der akuten Trockenheit dieses Jahr ein bis zwei Grasschnitte weniger gemacht werden. Deshalb wird auch für die Landwirte in der Region Werdenberg der Futtervorrat kaum für den ganzen Winter 2018/2019 ausreichen.

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