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Allein die Batterie wiegt 4,5 Tonnen

Der Technologietag an der Hochschule NTB in Buchs vermittelt Wissen und präsentiert Innovationen. Am Dienstag trafen sich zahlreiche Teilnehmer und nutzten den Anlass auch für das beliebte Netzwerken.
Armando Bianco
Ein monströses Gefährt: Der E-Dumper hat ein Leergewicht von 58 Tonnen. (Bild: PD)

Ein monströses Gefährt: Der E-Dumper hat ein Leergewicht von 58 Tonnen. (Bild: PD)

«Komplexität beherrschen: Systemtechnik für die digitalisierte Welt» lautete das Motto des Technologietags, welcher am Dienstag im NTB Campus Buchs stattgefunden hat. Verteilt über einen ganzen Nachmittag fanden zahlreiche Referate zu allerlei Themen rund um genanntes Motto stand. Darüber hinaus ist der Technologietag ein überaus beliebter Treffpunkt für Netzwerker, wie sich am Dienstag einmal mehr zeigte. Während den ausgiebigen Pausen kamen die zahlreichen Teilnehmer ins Gespräch, dem einen oder anderen hat sich wohl eine Türe geöffnet oder der Wissenshorizont erweitert.

Der Innovationsweltmeister mit Aufholpotenzial

Als Innovationsweltmeister bezeichnet NTB-Prorektor Andreas Ettemeyer die Schweiz, als Grundlage für seine Aussage nimmt er unter anderem die Anzahl von Patenten und wissenschaftlichen Veröffentlichungen. In Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Schweiz stellt er allerdings fest, dass die Produktivität in der Schweiz langsamer wächst als in anderen Regionen Europas - «Zeit, Gegenmassnahmen zu entwickeln.»

Unter den kürzeren und längeren Referaten fand man Themen wie induktives Laden, optische Oberflächeninspektion oder intelligente Steckverbindungen. Sehr praxisnah waren auch die Erläuterungen zum E-Dumper, dem grössten Elektrolaster der Welt, an dessen Entwicklung die Berner Fachhochschule und die Forschungsanstalt Empa zusammen mit der Interstaatlichen Hochschule für Technik Buchs beteiligt waren. Seit Ende April kommt im Steinbruch des Zementherstellers Vigier Ciment bei Biel das grösste Elektrofahrzeug der Welt zum Einsatz. Der umweltfreundliche Muldenkipper wurde von Schweizer Hochschulen zusammen mit Industriepartnern entwickelt. Der E-Dumper wurde im Steinbruch von Péry-La Heutte auf den Namen «Lynx» (Luchs) getauft.

Eine halbe Million Liter Diesel Einsparung

«Lynx» wiegt leer 58 Tonnen und kann 65 Tonnen Gestein zuladen. Eingebaut wurde die grösste je für ein Elektrofahrzeug hergestellte Batterie mit Li-Ionen-Zellen . Sie wiegt 4,5 Tonnen - so viel wie zwei Personenwagen. Nach vorläufigen Berechnungen spart das Fahrzeug in zehn Jahren rund 500 000 Liter Diesel und bis zu 1300 Tonnen CO2 ein, wie Referent Rouven Christen am Dienstag vor dem interessierten Publikum sagte.

Der batteriebetriebene Muldenkipper transportiert laut Hersteller Stein aus einem höher gelegenen Abbaugebiet in eine tiefer gelegene Verarbeitungsanlage transportieren. Die Batterien werden durch die Bremsenergie wieder geladen, alsbald sich der voll beladene Laster abwärts bewegt. Noch nie hat zudem ein vergleichbares Fahrzeug eine derart grosse Menge an CO2 einsparen können.

Mittelständische Unternehmen beteiligt

Nicht nur die Konzeption des E-Dumpers geschah in der Schweiz, auch die schliesslich verbauten Komponenten stammen zum Teil von schweizerischen mittelständischen Unternehmen: der eigentliche Umbau erfolgte bei der Kuhn Schweiz AG im thurgauischen Lommis und in Heimberg im Kanton Bern.

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