994000 Franken teuer: Die neue Schildstrasse Sevelen soll endlich in die Staatsstrasse münden

Das Projekt des Kantons für den Einlenker in die Staatstrasse Sevelen–Buchs liegt bis 19. März öffentlich auf.

Heini Schwendener
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Die alte Schildstrasse (oben links) wird kein Einlenker mehr in die Staatsstrasse Sevelen–Buchs sein, wenn die neue Schildstrasse (unten Mitte) fertig erstellt ist.

Die alte Schildstrasse (oben links) wird kein Einlenker mehr in die Staatsstrasse Sevelen–Buchs sein, wenn die neue Schildstrasse (unten Mitte) fertig erstellt ist. 

Bilder: Heini Schwendener

Lange liess die Fertigstellung der neuen Schildstrasse zwischen der Sportanlage und der Industrie im Norden der Gemeinde auf sich warten. Doch nun geht es vorwärts. Das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen als Bauherrin startete in Sevelen eine öffentliche Planauflage für den Einlenker der neuen Schildstrasse in die Kantonsstrasse Sevelen–Buchs. Sie dauert noch bis zum 19. März.

Vor Jahren hat die Bürgerschaft von Sevelen Nein gesagt zur Strassenraumgestaltung. In damaligen Projekt war der Anschluss der neuen Schildstrasse an die Hauptstrasse zwischen Buchs und Sevelen mittels eines Kreisels vorgesehen. Nun gibt es keinen Kreisel mehr. Das dreiteilige Projekt besteht aus Einlenker, zwei Bushaltestellen und Gehweg.

994000 Franken kostet alles zusammen

Der Einlenker der neuen Schildstrasse in die Kantonsstrasse Sevelen–Buchs kostet 994000 Franken. Dies geht aus der Planauflage des Kantons St. Gallen in der Gemeinde Sevelen hervor. Das Projekt ist dreiteilig und beinhaltet den eigentlichen Einlenker, zwei Bushaltestellen und einen Gehweg.

Noch fehlen einige Meter der neuen Schildstrasse sowie der Einlenker in die Hauptstrasse zwischen Sevelen und Buchs.

Noch fehlen einige Meter der neuen Schildstrasse sowie der Einlenker in die Hauptstrasse zwischen Sevelen und Buchs.

Die Kosten von knapp einer Millionen Franken teilen sich wie folgt auf: An den Geh- und Radweg bezahlt der Kanton 65 Prozent (95308 Franken) und die Gemeinde 35 Prozent (51320 Franken). Die Kosten der Fahrbahn der Kantonsstrasse samt Bushaltestellen beläuft sich auf 447165 Franken zu Lasten des Kantons. Ausserdem übernimmt der Kanton 100926 Franken als Ohnehinkosten für die neue Deckschicht der Kantonsstrasse.

Es verbleibt somit noch ein Posten von 299280 Franken zu Lasten der Gemeinde Sevelen zur Erstellung der neuen Erschliessung, des neuen Wendeplatzes bei der alten Schildstrasse sowie den Rückbau. Wenn der Einlenker der neuen Schildstrasse in die Hauptstrasse Buchs–Sevelen nämlich erstellt ist, wird der heutige Einlenker in die alte Schildstrasse gesperrt. Die alte Schildstrasse wird also kurz vor der Staatsstrasse zur Sackgasse.

Die alte Schildstrasse wird am Schluss zu einer Sackgasse, ohne Einlenker in die Staatsstrasse.

Die alte Schildstrasse wird am Schluss zu einer Sackgasse, ohne Einlenker in die Staatsstrasse.

Das Projekt des neuen Einlenkers Schildstrasse benötigt laut der noch bis zum 19. März bei der Bauverwaltung aufliegenden Pläne 1097 Quadratmeter Fruchtfolgefläche.

Bushaltestellen auf beiden Seiten, aber keine Busbuchten

Etwas südlich des neuen Einlenkers entstehen auf beiden Strassenseiten der Hauptstrasse je eine Bushaltestelle mit 2,5 Meter breiten Warteflächen und Buswartehäuschen. Es gibt keine Busbuchten, unter anderem, weil sie einen höheren Landerwerb nötig gemacht hätten. Zwischen den beiden Bushaltestellen gibt es eine Mittelinsel zur Sicherheit der strassenüberquerenden Fussgänger.

Der Einlenker wird ohne Linksabbiegestreifen für den auf der Hauptstrasse von Buchs her fahrenden Verkehr auskommen müssen. Verkehrszählungen hätten gezeigt, dass ein Linksabbiegestreifen nicht notwendig sei, heisst es in den Projektunterlagen.

Viel und auch ganz unterschiedlicher Verkehr

Der Einlenker in die neue Schildstrasse drängt sich wegen des grossen LKW-Anteils am Verkehr von und zur Industrie im Norden von Sevelen auf. Einige Betriebe haben zudem Schichtbetrieb, was Verkehrsfrequenzen zu allen Zeiten erzeugt. Berücksichtigt am Projekt wurde auch der Veloverkehr zum Fussball- und Tennisplatz. Der Gehweg entlang der Hauptstrasse wird durch eine ein Meter breite Rabatte abgetrennt.