Psychiatrie-Dienste Süd im Jahr 2019: 9400 Patienten versorgt, 2,1 Millionen Franken Ertragsüberschuss erzielt

Die Psychiatrie-Dienste Süd präsentieren den Jahresbericht für das erfolgreiche 2019.

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Am Standort Pfäfers lag die Bettenbelegung auf Vorjahresniveau bei durchschnittlich 98,2 Prozent.

Am Standort Pfäfers lag die Bettenbelegung auf Vorjahresniveau bei durchschnittlich 98,2 Prozent.

Bild: Michel Canonica

Die Psychiatrie-Dienste Süd zeichnen sich im 2019 durch einen soliden Geschäftsgang und ein positives Ergebnis ihrer Jahresrechnung aus. Mitarbeitende und Führungskräfte an den fünf Standorten hätten mit ihrer Fachkompetenz und Leistungsbereitschaft den entscheidenden Beitrag zur Zielerreichung und zur Meisterung der komplexen Aufgaben und Herausforderungen geleistet, heisst es in einem Medienmitteilung.

Sowohl in den drei ambulanten Psychiatrie-Zentren (Heerbrugg, Trübbach, Uznach/Rapperswil) als auch im stationären Klinikbetrieb (Pfäfers) wurden die Entwicklungsziele und Planwerte mit ihren standortspezifischen Ausprägungen erreicht.

Mehr Patienten als im Vorjahr betreut

Jeder Standort ist als ein Unternehmensbereich definiert, der Verantwortung für den eigenen fachlichen und wirtschaftlichen Erfolg unter Einhaltung festgelegter Bedingungen und Zielvorgaben trägt. Insgesamt wurden im 2019 in den Psychiatrie-Diensten Süd 9425 Patientinnen und Patienten ambulant, tagesklinisch oder stationär behandelt (gegenüber 9005 im Vorjahr).

Auf die Standorte aufgeteilt zeigt sich dies im Detail wie folgt: Heerbrugg, Zunahme ambulant um 3,4 bzw. tagesklinisch um 7,2 Prozent auf total 2748; Trübbach, Zunahme ambulant um 2,6 bzw. tagesklinisch um 2,2 Prozent auf total 2796; Uznach/Rapperswil-Jona, Zunahme um ambulant 9,2 bzw. tagesklinisch um 9,2 Prozent auf total 2216 Patientinnen und Patienten. In Pfäfers lag die Bettenbelegung auf Vorjahresniveau bei durchschnittlich 98,2 Prozent und total 1665 Patientinnen und Patienten.

Hohe Behandlungsqualität im nationalen Vergleich

Im Rahmen der nationalen Messungen der Behandlungsqualität in der stationären Versorgung sind die Psychiatrie-Dienste Süd auf Benchmark Niveau. Positiv ist dabei die erzielte Reduktion von freiheitsbeschränkenden Massnahmen sowie die kürzere durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den Sicherheitszimmern. Erfreulich ist auch die konstant hohe Anzahl an Feedbacks und Rückmeldungen von Patientinnen und Patienten, die systematisch bearbeitet und zu weiteren gezielten Verbesserungen genutzt werden.

Datenschutz und Informationssicherheit sind inzwischen von massgeblicher Bedeutung. Beim elektronischen Datenempfang, der Datenspeicherung, der Datennutzung sowie dem Umgang mit den Datenbeständen, die an Umfang und Komplexität stetig zunehmen, werden die Datenschutzvorgaben und Compliance-Anforderungen erfüllt.

Umdenken und neue Kompetenzen auf allen Stufen

Sich abzeichnende Veränderungen durch neue Technologien und Informatikanwendungen beispielsweise bei neuen digitalen Behandlungsformen (Telemedizin) oder neuen Patientengruppen (junge adoleszente Erwachsene mit Internetsucht) akzentuieren sich bereits heute und erfordern ein Umdenken und neue Kompetenzen auf allen Stufen der Organisation und Führung.

Die Psychiatrie-Dienste Süd antizipieren diese Entwicklungen und passen ihre Berufsbilder, Kompetenzen und Behandlungsangebote in einem kontinuierlichen Prozess laufend an.

Ertragsüberschuss von 2,1 Millionen Franken

Die Jahresrechnung 2019 schliesst bei einem Gesamtumsatz von 63,1 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss vom 2,1 Millionen Franken ab. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis in erster Linie auf die erbrachten ambulanten, tagesklinischen und stationären Mehrleistungen, die zu entsprechenden Mehrerträgen führten. An diesem Ergebnis partizipiert zur Hälfte der Kanton St.Gallen, die andere Hälfte wird den Reserven zugewiesen. (pd)

Ab 2022 sind die Psychiatriedienste in Sargans unter einem Dach

Nachdem eine letzte Einsprache bereinigt werden konnte, hat diese Woche der Spatenstich für den Neubau Tiefriet in Sargans stattgefunden. Im Frühjahr 2022 werden hier das Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland und die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste St.Gallen den Betrieb unter einem Dach aufnehmen.
Hans Bärtsch