Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

80 Wartauer gingen auf Ortsgemeinde-Wanderung

Schon 20 Minuten Wald entspannen. Die Vertreter der Ortsgemeinde betonten auf der diesjährigen Wanderung vor allem den positiven Effekt des Waldes auf die Gesundheit.
Martin Trendle
Rund 80 Personen liessen sich von den Ortsgemeinde-Vertretern über die Vorzüge des Waldes informieren. (Bild: Martin Trendle)

Rund 80 Personen liessen sich von den Ortsgemeinde-Vertretern über die Vorzüge des Waldes informieren. (Bild: Martin Trendle)

Der Hauptharst der Ortsgemeinde-Wanderer nutzte das Postauto, um zum Ausgangspunkt, dem Vermärschstein, zu gelangen. Wenige Meter daneben findet man die von der Dorfkorporation Azmoos betriebenen Vermärschquellen. In einem kleinen Stollen werden die verschiedenen Quellen zusammengefasst und weitergeleitet. Vor der Quelltüre überreichte Ursula Dinner jedem Wanderer einen Becher mit frischem Wasser zur Degustation, dann durften die Besucher einen Blick in die niedere Quellfassung werfen.

Waldspaziergang lindert Depressionen

Seitens der Ortsgemeinde begrüsste Christian Gauer die Gäste. Förster Ernst Vetsch führte aus, dass die Ortsgemeinde rund 40 Prozent des gesamten Wartauer Waldbestandes betreut. «Heute ist die Wanderung das Ziel», sagte Vetsch und wies damit darauf hin, dass der Wald einen grossen gesundheitlichen Effekt auf den menschlichen Körper hat. «Schon 20 Minuten im Wald senken den Blutdruck, Stresshormone werden abgebaut, Depressionen können gelindert werden. Die Japaner nennen solche Spaziergänge im Wald kurz und knapp Waldbaden.»

Über 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung bewegt sich im Sommer mehr, im Winter etwas weniger im Wald. Es ist bis zu 15 Grad kühler, als auf dem offenen Feld. Eine Buche oder Eiche verdunstet täglich eine enorme Menge Wasser. Deshalb entspricht die Kühlleistung eines grossen Laubbaumes 20 bis 30 KW, das entspricht etwa zehn Klimaanlagen.

Dass der Wald die grösste, natürlichste Sportarena in der Schweiz ist, wisse man schon lange. «Obwohl meist frei zugänglich, müssen einige Regeln und Gebote eingehalten werden. Das fordert schon die Toleranz dem Wild gegenüber, aber auch den Pflanzen und schliesslich den menschlichen Waldbesuchern. Nutzungsbeschränkungen ergeben sich auch dort, wo Quellen und Grundwasser gefördert wird», wurde erklärt.

Der Wald wird bewirtschaftet, dient aber auch dem Genuss der Besucher, etwa mit Beeren oder Pilzen. Die Waldbesitzer erbringen einige Leistungen zu Gunsten der Allgemeinheit, ohne dafür entschädigt zu werden. Die Kosten dafür betragen gemäss einer Studie 418 Franken. Der Eintritt ist grösstenteils noch frei. Aber etwa die Gemeinde Grenchen (SO) kennt bereits den von ihr eingeführten «Waldfünfliber».

Alpabzug am 13. Oktober

An diesem Wandertag der Ortsgemeinde konnten die Wanderer eindrücklich selbst erleben, dass de r Wald fit macht, entspannt, etwas für Aug’ und Ohr bietet und dass so ein paar Stunden im Wald einen echten Genuss darstellen. Am Donnerstag, 13. Oktober steht ein weiterer Höhepunkt für die Ortsgemeinde bevor: Der Abschied von den Alpen, die Kühe marschieren von den Palfrieser Alpen via Gatina Azmoos zum Werkhof der Ortsgemeinde beim ehemaligen Schützenstand.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.