40 Polizeieinsätze seit Freitagabend: Die Zahl der Lärmklagen ist im Kanton St.Gallen doppelt so hoch wie im Vorjahr

Ob in Privatwohnungen, in und vor Restaurants oder von Fussgängern unterwegs: Weil Festfreudige sich nicht an die Ruheverordnung nach 22 Uhr hielten, musste die St.Galler Kantonspolizei zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen kantonsweit 40 Mal ausrücken.

Thomas Schwizer
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Einige Einsätze gab es auch, weil Leute in den Nachtstunden im Freien zu viel Lärm machten.

Einige Einsätze gab es auch, weil Leute in den Nachtstunden im Freien zu viel Lärm machten.

Symbolbild: Hannes Thalmann

«Erneut viele Polizeieinsätze wegen Lärmklagen»: Das teilt die Polizei am Sonntagvormittag mit. Und zwar gilt diese Feststellung für die Zeit von Freitagabend bis Sonntagmorgen.

40 mal ausgerückt

Im ganzen Kantonsgebiet ist die Kantonspolizei über 40 Mal wegen Ruhestörungen ausgerückt.

Sie betont in ihrer Mitteilung, dass eine Zunahme der Anzahl Ruhestörungen seit mehreren Wochenenden festzustellen sei.

Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt

Die Zahl dieser Vorfälle habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, wie die Polizei feststellt.

Während einige Meldungen erst in den frühen Morgenstunden eingingen, meldeten sich andere Bürger nach 22 Uhr und beschwerten sich um Ruhestörungen von Privatwohnungen, Restaurants oder lärmenden Fussgängern.

Mehr Leute feiern zu Hause statt am Strand

Es ist anzunehmen, dass dies auch damit zusammenhängt, dass wegen der coronabedingt teils heiklen Reiselage weniger Leute in die Ferien verreisen als üblich und es sich stattdessen zu Hause oder zusammen mit Kollegen in der Nähe gemütlich machen. Gleichzeitig bleiben mehr Leute als üblich während der Ferienzeit zu Hause.

Deshalb gibt es vermehrt Ruhestörungen, weil Festfreudige spät abends oder in der Nacht weiter feiern und dabei jene vergessen, die schlafen möchten.

Appelle und vereinzelt auch Bussen

Die ausgerückten Patrouillen der Kantonspolizei St.Gallen versuchten im Dialog die Lärmenden auf ihr Verhalten aufmerksam zu machen. In einzelnen Fällen wurden Einsatzgebühren in der Höhe von 80 Franken ausgestellt.

«Mit Rücksicht auf Ruhesuchende sollte es gelingen, dass für alle der Sommer eine erholende und konfliktfreie Zeit wird.»

So appelliert die Kantonspolizei St.Gallen an die Bevölkerung, sich auch in der Ferienzeit bewusst zu sein, dass Lärm im Freien als störend empfunden wird.