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Wartau will 25 Kilometer Waldrand aufwerten

Die Gemeinde Wartau will die Waldränder als wichtige Lebensräume pflegen
Kurz nach der Auflichtung ist die Fläche neben dem Asthaufen noch kahl. Mit den Jahren entwickelt sich hier eine Strauchschicht. So entsteht neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere. (Bild: Ökobüro Hugentobler AG)

Kurz nach der Auflichtung ist die Fläche neben dem Asthaufen noch kahl. Mit den Jahren entwickelt sich hier eine Strauchschicht. So entsteht neuer Lebensraum für Pflanzen und Tiere. (Bild: Ökobüro Hugentobler AG)

Wartau Bei der ökologischen Aufwertung von Waldrändern nimmt Wartau eine Vorreiterrolle ein, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde. Seit gut sechs Jahren läuft das Waldrandprojekt. In verschiedenen Etappen werden die Waldränder aufgewertet und den Bedürfnissen von Tieren und Pflanzen angepasst.

Für Waldbesitzer meistens defizitär

In der jüngsten Etappe wurden bis jetzt 3,6 Kilometer Waldrand aufgelichtet. Um das Projekt voranzutreiben, werden interessierte Waldeigentümer gesucht, die ihre Waldränder ökologisch wertvoll gestalten und so neuen Lebensraum erschaffen möchten. Ziel des Gesamtprojektes ist es, dass insgesamt 25 Kilometer der Waldränder aufgewertet werden. Gut die Hälfte des angestrebten Ziels ist inzwischen erreicht. Für eine Aufwertung sind Holzereiarbeiten nötig, die durch den Revierförster gezeichnet werden. Da die Holzpreise aktuell tief sind und sich die Räumungsarbeiten aufwendig gestalten, fallen solche Auflichtungen für die Waldbesitzer in aller Regel defizitär aus.

Das Wartauer Waldrandprojekt gewährt deshalb den mitmachenden Waldeigentümern einen Projektbeitrag. Dabei können die Waldbesitzer die Arbeiten selber ausführen oder jemanden damit beauftragen. Trotz dem Unterstützungsbeitrag müssen die Waldbesitzer meistens für die Restkosten in Form von Arbeitsaufwand oder Fremdkosten selber aufkommen. Der Unterstützungsbeitrag soll vor allem einen Anreiz darstellen, um Natur und Umwelt etwas zurückzugeben und ideale Rahmenbedingungen für Fauna und Flora zu schaffen.

Interessierte Waldbesitzer werden gesucht

Ein wertvoller Waldrand ist etwa 15 Meter breit, hat einen stufigen Aufbau aus Sträuchern und Bäumen und enthält Asthaufen oder andere Kleinstrukturen. Er bildet so einen vielfältigen Lebensraum. Einen weiteren Vorteil bieten ökologisch gestaltete Waldränder der Landwirtschaft. Dies durch den reduzierten Schattenwurf auf die angrenzenden, bewirtschafteten Grundstücke. Private Waldeigentümer, welche ihre Waldränder ebenfalls ökologisch gestalten möchten, können sich bei den Revierförstern Renate Friedl und Ernst Vetsch melden. Sie zeigen auf, was für Massnahmen getroffen werden müssen und wie diese finanziert werden. Eine Vereinbarung regelt die Holzerei und weitere Massnahmen, wie etwa das Stehenlassen von wertvollen Eichen, die Anlage von Asthaufen, die Förderung von Totholz oder das Freistellen von Trockenmauern. Solche Kleinstrukturen bereichern den Übergangslebensraum zwischen Wald und Offenland.

Die Trägerschaft des Projekts liegt bei der politischen Gemeinde. Die finanziellen Mittel stammen von der Gemeinde und Ortsgemeinde Wartau sowie aus Beiträgen der Dr. Bertold Suhner-Stiftung, des Fonds Landschaft Schweiz und der Waldregion 2 Werdenberg- Rheintal. (pd)

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