2388 Besucher erlebten die Schlossmediale Werdenberg

Bei der 8. Schlossmediale konnten die Besucher an zehn Abenden unter dem Jahresthema Gold die ganze Bandbreite der Schlossmediale-Idee durchleben. Drei Konzerte waren ausverkauft (Goldene Zeit, Le Concert des Parfums und Ich bins deine Mutter) und auch die Ausstellung Gold war überdurchschnittlich gut besucht.

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Alte und zeitgenössische Klänge schmiegten sich an den Konzerten nahtlos aneinander. (Bild: Anja Koehler)

Alte und zeitgenössische Klänge schmiegten sich an den Konzerten nahtlos aneinander. (Bild: Anja Koehler)

(wo) Insgesamt konnten bei der diesjährigen Schlossmediale 2388 Besucherinnen und Besucher gezählt werden.

Mirella Weingartens grösstes Glück

«Diese Momente, wenn sich in den Konzerten alte und zeitgenössische Klänge so nahtlos aneinanderschmiegen, als hätten sie immer schon nur füreinander existiert, waren in diesem Jahr mein grösstes Glück», schwärmt die künstlerische Leiterin des Schloss Werdenberg, Mirella Weingarten.

«Sei das im Eröffnungskonzert Goldene Zeit mit seinem Programm zwischen Felix Mendelssohn, György Ligeti und Manuela Kerer, sei das im Concert des Parfums mit dem Ensemble von Michel Godard, das voller Groove mit Theorbe und Viola da Gamba jazzte, oder im Konzert Impresa Omonero, wenn auf Zither und Akkordeon der Übergang von der Renaissance-Musik zum modernen Auftragswerk so selbstverständlich gelingt."

Weingarten führt weiter aus:

«Aber all das wäre nichts ohne unser wunderbares, neugieriges Publikum – das uns in diesen acht Jahren sehr ans Herz gewachsen ist, und das sich voller Abenteuerlust auf immer neue musikalische Spuren begibt.»

Thomas Gnägis erfreuliche Bilanz

Auch Thomas Gnägi, Leiter Schloss Werdenberg, zieht eine erfreuliche Bilanz: «Die besondere Zusammensetzung des Programms und die vielen Menschen, die sich inzwischen das ganze Jahr auf die Konzerte der Schlossmediale freuen: Diese zwei Dinge sind es, die dieses zehntägige Festival zu einem nicht mehr wegzudenkenden Fixpunkt im Werdenberger Kulturjahr gemacht haben.» Er hält fest:

«Ausverkaufte Abende sind bei der Schlossmediale inzwischen die Regel, nicht die Ausnahme. Was kann man sich für ein Festival, das die Hörgewohnheiten des Publikums bisweilen durchaus herausfordert, Schöneres wünschen?»

Die Musik von Manuela Kerer, der diesjährigen Komponistin im Fokus, zog sich als «goldener Faden» durch das ganze Schlossmediale-Programm. Im Rahmen dreier Konzerte – «Goldne Zeit» am Eröffnungsfreitag, «Der goldene Westen» am Samstag und «Impresa Omonero» – war die Südtiroler Komponistin mit Uraufführungen vertreten.

Goldene Zeit, das Konzert am Eröffnungstag, als der Föhn bei 30 Grad im Schatten ums Schloss fegte und mit seinem Brausen bisweilen Teil der Musik wurde, stand ganz im Zeichen von Kerers neuestem Werk «Tocco», dem diesjährigen Auftragswerk der Schlossmediale.

Und eine märchenhafte Wanderung zur Ruine Wartau

Abgerundet und ergänzt wurde das Programm der Schlossmediale 2019 mit This Islers spannender, märchenhaft und musikalisch umrahmter Wanderung am 11. Juni auf den Spuren des Goldenen Kegelspiels zur Ruine Wartau.