2020 wird «Carmen» inszeniert

Das Opernprojekt «La Traviata» wurde künstlerisch und finanziell erfolgreich abgeschlossen, waren doch alle zehn Vorstellungen ausverkauft. In zwei Jahren wird eine Oper von Georges Bizet aufgeführt.

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«La Traviata» (im Bild Sarah Längle) steht für einen erfolgreichen Neustart der Werdenberger Schloss-Festspiele. (Bild: Robin Egloff)

«La Traviata» (im Bild Sarah Längle) steht für einen erfolgreichen Neustart der Werdenberger Schloss-Festspiele. (Bild: Robin Egloff)

(pd) Letzte Woche hat die mit der Durchführung der Oper «La Traviata» betraute Direktion der Werdenberger Schloss-Festspiele das verflossene Projekt abgeschlossen und der Genossenschaft, die den Durchführungsauftrag erteilte, den Schlussbericht über die Spielsaison 2018 vorgelegt. Nicht nur künstlerisch, auch finanziell ging die Rechnung auf, heisst es in einer Mitteilung. Das bildet die Grundlage für die Fortführung der Opernreihe am Werdenberger See, 2020 wird am gleichen Ort wieder eine Oper inszeniert – diesmal «Carmen» von Georges Bizet.

Die Zusammenarbeit war gut

Dem Neustart der Werdenberger Schloss-Festspiele war ein grosser Erfolg beschieden. Die zweigeteilte künstlerische Leitung (William Maxfield – Musik, und Kuno Bont – Inszenierungsleitung und Regie) hat sich bewährt und arbeitete sehr konstruktiv. Auch die Lokremise als Probeort leistete ausgezeichnete Dienste und erlaubte äusserst effizientes Proben. Die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden, dem Werkhof, der Gastroequipe und dem Zivilschutz Werdenberg Nord und Süd wird von der Direktion im Schlussbericht als unkompliziert, kooperativ und von grossem Nutzen beschrieben – dafür sei die Direktion allen Beteiligten sehr dankbar.

Weil alle Vorstellungen ausverkauft waren, konnten die budgetierten Einnahmen aus dem Ticketverkauf übertroffen werden. Das ermöglicht, dass der seinerzeitige Produktionsbeitrag der Genossenschaft Werdenberger Schloss-Festspiele wieder zurückgegeben werden konnte. Über 50 Prozent der Tickets gingen nach auswärts. Durch eine nationale Werbekampagne wurden die Namen Buchs und Werdenberg weit hinausgetragen.

Grosses Verdienst am erfolgreichen Abschluss der Werdenberger Schloss-Festspiele 2018 hatten nebst den Mitwirkenden und Organisatoren auch die vielen Helferinnen und Helfer aus den Vereinen, dem Chor, die Werdenberger Gemeinden, die Kulturförderung des Kantons St. Gallen, Südkultur und die Liechtensteiner Kulturstiftung, sowie zahlreiche Stiftungen und viele private Geldgeber, die das Projekt nachhaltig unterstützt haben.

Chor wusste zu begeistern

Die Zusammenarbeit mit dem Sinfonieorchester Liechtenstein erwies sich als gute Wahl. Der über 60 Personen zählende, von Christian Büchel geleitete Chor, wusste zu begeistern und erwies sich durch die gesangliche Wucht und die Integration in die szenische Darstellung als ausdruckstarkes Element auf der Bühne. Auch die Solistinnen und Solisten begeisterten. Sie zeigten eine engagierte und überzeugende Arbeit. Ein kleiner Wehrmutstropfen war die krankheitsbedingte Unpässlichkeit von Tenor Adam Sanchez, der für die zweite Hälfte der Aufführungen mit Harrie van der Plas ersetzt werden musste. Der musikalische Leiter William Maxfield brachte einen bezaubernden und vollen italienischen Klang auf die Bühne. Die Regie von Kuno Bont arbeitete mit starkem Ausdruck, einer abstrahierten Reduktion und eindrucksvollen Bildern. Ganz entscheidend mitgeprägt haben die Opernaufführungen auch das Bühnenbild von René Düsel, die Kostüme von Eva Maria Blaas, die Maske von Helen Hangartner und ihrem Team, sowie die technische Crew von Event Partner Buchs, die für einen einwandfreien Klang sorgte.

Die erstmals durchgeführte Umleitung des Verkehrs auf der St. Gallerstrasse hat sich wie erwartet bewährt. Es gab eine grosse Anzahl positiver Rückmeldungen. Im Namen der Verwaltung der Genossenschaft Werdenberger Schloss-Festspiele, sprach Genossenschaftspräsident Rudolf Lippuner der Direktion und allen Beteiligten Entlastung und einen herzlichen Dank aus.