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1500 Grad Celsius – die wahre Hitze erlebte der Arbeitgeberverband bei der Flumroc AG

Der Arbeitgeberverband Sarganserland-Werdenberg besichtigte in Flums die Flumroc AG. Dabei gab es auch einen Rundgang, der auch am Kupolofen vorbeiführte.
Jerry Gadient
Rohmaterial: Werner Wieland informiert über Gestein, das zu Steinwolle verarbeitet wird. (Bild: Jerry Gadient)

Rohmaterial: Werner Wieland informiert über Gestein, das zu Steinwolle verarbeitet wird. (Bild: Jerry Gadient)

Bei hochsommerlicher Hitze traf sich der Arbeitgeberverband (AGV) Sarganserland-Werdenberg am Mittwoch zur Firmenbesichtigung der Flumroc AG. Dass die über 30 Grad Celsius Aussentemperatur gar nichts sind im Vergleich zu den Temperaturen, mit denen Gestein geschmolzen wird, erfuhren sie im Laufe der Führung.

Doch zunächst gab Flumroc-Geschäftsführer Kurt Frei einen Überblick über die Tätigkeit des traditionellen Flumser Unternehmens. Man mache fast nichts anderes als Stein zu schmelzen und daraus Dämmstoffe herzustellen, sagte er. Die Kunst sei es, der Saisonalität des Baugewerbes zu folgen, damit man die Steinwolle nicht lange lagern müsse. Diese dient in drei Bereichen: Als Isolation dem Wärmeschutz, immer wichtiger werde der Brandschutz beim heutigen verdichteten Bauen, und mit Flumroc-Produkten wird auch Schallschutz erreicht.

Frei verriet auch einige Geschäftszahlen: 763 000 Kubikmeter Steinwolle wurden 2018 produziert, das entspricht 55 000 Tonnen. Damit erzielte man einen Umsatz von 96 Millionen Franken, 84 Prozent davon in der Schweiz. Mit 227 Vollzeitstellen, davon 16 für Lernende, ist man einer der grösseren Arbeitgeber im Sarganserland.

Ausschuss als Mittel gegen die Konkurrenz

Zu den Herausforderungen für die Flumroc zählt Frei den starken Franken, was Nachteile gegenüber der ausländischen Konkurrenz ergibt. Und da die Nachfrage nach Dämmstoffen steigt, werden auch die Kapazitäten bei der Konkurrenz ausgebaut. Die Chancen der Flumroc:

«Wir haben die besseren Produkte und Lösungen als die Mitbewerber, und wir sind nahe am Markt»,

gab sich der Geschäftsführer optimistisch. Stolz sein kann die Flumroc auf ihr 2014 total erneuertes Bürohaus. Dieses wurde so konzipiert, dass es energetisch nicht nur autonom, sondern im Plus fungiert. 2018 war diesbezüglich ein Rekordjahr mit einem Überschuss von 24 700 Kilowattstunden (kWh), was 30 Prozent der von der Fotovoltaik produzierten Energie entspricht.

Qualitätskontrolle ist sehr wichtig

Durch die Produktionshallen führte dann Werner Wieland. Die AGV-Mitglieder erhielten dabei, mit Schutzbrillen bewaffnet, Einblick vom Rohstoff, den Steinen, bis zu den auslieferbereiten Steinwolle-Paletten. Eindrücklich waren die Kupolofen, in denen die im Schollberg aufbereiteten Briketts auf rund 1500 Grad Celsius erhitzt werden, das flüssige Gestein dann in der Spinnmaschine zu Fasern versponnen wird. Wieland betonte, dass man grossen Wert auf die Qualitätskontrolle lege, was halt zu Ausschuss führe. Damit hebt man sich jedoch von der ausländischen Konkurrenz ab.

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