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10'000 Liter Wasser per Helikopter auf die Alp Naus geflogen

Den Alpen geht wegen der Trockenheit das Wasser aus. Am Montag wurde deshalb per Helikopter Wasser für die Tiere auf die Grabser Alpen Naus und Gamperney geflogen.
Katharina Rutz
Per Helikopter wurden am Montag 10000 Liter auf die Grabser Alp Naus geflogen. (Bilder: Katharina Rutz)

Per Helikopter wurden am Montag 10000 Liter auf die Grabser Alp Naus geflogen. (Bilder: Katharina Rutz)

«Das Wasser reicht noch ein bis zwei Tage», sagt Hirt Fritz Maurer von der Alp Naus. 116 Jungrinder von sechs Landwirten werden auf der Alp Naus gesömmert. Gepachtet haben sie die Alp von der Ortsgemeinde Grabs. Normalerweise wird genügend Wasser in einer Mulde und einem Tank gesammelt. Doch dieses Jahr regnete es einfach zu wenig.

Ohne Wasser müssten die Rinder frühzeitig ins Tal getrieben werden. Normalerweise bleiben die Tiere aber bis im September auf der Alp. «Futter hätten wir noch genügend», sagt Fritz Maurer. Deshalb hat die Ortsgemeinde Grabs entschieden, Wasser auf die Alp Naus zu fliegen. Dies geschah am Montag per Helikopter.

Der Transport von rund 900 Liter Wasser von der Alpsennerei Höhi auf der Grabser Voralp zur Alp Naus dauert nur wenige Minuten. Kaum ist Jürg Forrer, der aus dem Toggenburg stammende Pilot von Swiss Helicopter, aus dem Blickfeld verschwunden, kehrt er auch schon zurück. Taucht aus der Luft den riesigen Transportsack in das Ausgleichsbecken mit 20'000 Liter Fassungsvermögen. Dieses musste allerdings von der Feuerwehr Triesenberg ausgeborgt werden.

20 Kubikmeter Wasser fasst dieses Ausgleichsbecken der Feuerwehr.

20 Kubikmeter Wasser fasst dieses Ausgleichsbecken der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Grabs hat zunächst das eigene Ausgleichsbecken aufgestellt und mit Wasser befüllt. Doch um den Transportbehälter von Swiss Helicopter zu füllen, war dieser viel zu klein. «So müssen wir viel zu häufig fliegen», sagte deshalb Jürg Forrer. Doch der Grabser Feuerwehrkommandant Daniel Koller hat rasch eine Lösung organisiert.
Von den Kollegen konnte das grössere Auffangbecken ausgeliehen werden.

Situation für ein bis zwei Wochen entschärft

Hans Sturzenegger

Hans Sturzenegger

Jürg Forrer flog unterdessen zwei weitere Aufträge im Toggenburg und kehrte rund zwei Stunden später zurück auf die Voralp. In kurzer Zeit lieferte er dem Hirten Fritz Maurer rund 10'000 Liter Wasser für seine Jungrinder auf die Alp. Das Wasser wird nun wieder einige Tage reichen. Wie lange genau, ist schwierig abzuschätzen, je nachdem, wie durstig die Tiere sind. «Ich hoffe, das Wasser reicht zwei Wochen», sagt Fritz Maurer. Die Kosten von diesem Wassertransport von rund 2000 bis 3000 Franken übernimmt die Ortsgemeinde Grabs als Besitzerin der Alp. «Es ist eine nötige Massnahme. Die Tiere brauchen Wasser», sagt Präsident Hans Sturzenegger.

Rund 900 Liter Wasser fasst der Transportbehälter pro Flug.

Rund 900 Liter Wasser fasst der Transportbehälter pro Flug.

Fritz Maurer ist nun den neunten Sommer auf der Alp Naus. Bereits im Jahr 2015 musste einmal Wasser hochgeflogen werden. Allerdings konnte es damals noch aus dem Voralp-See entnommen werden. «Dieser hat zurzeit ebenfalls so wenig Wasser, dass es für die Fische bei einer weiteren Entnahme kritisch werden würde», sagt Hans Sturzenegger. Deshalb musste die Feuerwehr das Wasser von der Wasserversorgung der Gemeinde entnehmen.

Neben der Alp Naus musste auch die Alpkorporation Gamperney mit Wasser versorgt werden.

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