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0:8-Debakel des FC Sevelen

Nicht die Tatsache, dass auch im siebten Meisterschaftsspiel kein Sieg herausschaute, ist aus Sicht des 3.-Liga-Aufsteigers schlimm. Wie man sich in der Partie gegen Dardania St. Gallen anstellte dagegen schon.
Robert Kucera
Die Dardania-Spieler (in blau) hatten die Partie und die Seveler jederzeit im Griff und durften sich über einen Kantersieg freuen. (Bild: Robert Kucera)

Die Dardania-Spieler (in blau) hatten die Partie und die Seveler jederzeit im Griff und durften sich über einen Kantersieg freuen. (Bild: Robert Kucera)

Am Ende der Partie musste man auf Seveler Seite sogar noch froh sein, dass man nicht noch ein «Stängeli» kassiert hat. Goalie Luis Sergio Nogueira Novais konnte sich einige Male auszeichnen. Zum anderen durfte der Schlussmann aber auch froh um den Umstand sein, dass mit Fortdauer des Spiels Dardania die Torabschlüsse nicht mehr mit letzter Konsequenz suchte.

Die St. Galler Dominanz sieht auf der Anzeigentafel aber weitaus brutaler aus, als sie es in Wirklichkeit war. Dardania, das war zu sehen, ist keine 3.-Liga-Übermannschaft, gegen die der FC Sevelen auch ohne verletzte und abwesende Spieler eine Klatsche beziehen würde. Selbst mit dem derzeit dünnem Kader war die Kanterniederlage überhaupt nicht zwingend. Mildernde Umstände gibt es nur beim 0:1 nach fünf Minuten. Es war der einzige Torschuss in der Startviertelstunde auf dem Fussballplatz Schild – gegen eine solche Effizienz kämpfen selbst Götter vergeblich.

Offensive, defensive und spielerische Mängel

In allen anderen Situationen der Partie wäre aber menschlicher Kampf und Einsatz ein guter Ratgeber gewesen. Mit diesen zwei Attributen wäre ein ausgeglicheneres Spiel möglich gewesen. Doch im Spiel nach vorne agierte der FC Sevelen ohne jegliche Durchschlagskraft. Drei Schüsse (22., 40. und 63.) brachte man aufs gegnerische Tor, gleich viele Versuche gingen am Gehäuse vorbei. Sechs Abschlüsse in 90 Minuten Spielzeit. Zum Vergleich: Dardania schaffte acht Tore in 90 Minuten.

Mängel und Ungenauigkeiten im Abschluss waren im Seveler Speil aber nur die Spitze des Eisbergs. Viel mehr verhinderte unpräzises Passspiel viele Gelegenheiten. In dieser Sparte ist der so genannte tödliche letzte Pass, der nicht beim einschussbereiten Mitspieler landet, das kleinste Übel. Beim FC Sevelen haperte es im Zusammenspiel und in der Angriffsauslösung. Der Pass zu jenem Mitspieler, der mit einem weiteren Pass eine reelle Chance kreieren könnte, kam nur in den seltensten Fällen an.

Mit jedem Gegentor wurde ausserdem der Abwehrverbund löchriger, die Gastgeber liessen die Dardania-Akteure schalten, walten und letztlich auch skoren. Bei manchem Gegentreffer erhöhte sich die Zuschauerzahl kurzfristig um elf Personen.

Dardania agierte leidenschaftlicher

In manchen Situation hätte man mit mehr Mut und Einsatz ein Tor verhindern oder sogar erzielen können. Symptomatisch für die diese Partie waren zwei Szenen. In der 30. Minute griff Dardania von der rechten Seite an, nach Tor roch es aber erst, als der Ball im Netz zappelte. Die flache Vorlage in den Strafraum war zu steil für Diego Cassani, der aber dennoch in Richtung Ball grätschte und mit der Fussspitze die entscheidende Richtungsänderung bewerkstelligte. Eine Kopie dieser Szene geschah 20 Minuten später. Zwei Seveler stürmten in den Strafraum, das flache Zuspiel des dritten Sevelers geriet etwas zu steil – doch keiner der beiden machte sich die Mühe, mit letztem Engagement, den Ball irgendwie noch zu erreichen. Nicht nur die fussballerische Leichtigkeit, auch die fussballerische Leidenschaft war an diesem Samstagnachmittag nur auf Seiten des siegreichen Gastes zu sehen.

Sevelen - Dardania SG 0:8 (0:3)

Schild. – 100 Zuschauer. – Sr. Rüegg.

Tore: 5. Basic 0:1. 30. Cassani 0:2. 32. Beqi- raj 0:3. 53. Agatic 0:4. 54. Agatic 0:5. 59. Morina 0:6. 76. Jakupi 0:7 (Foulpenalty). 81. Sulejmani 0:8.

FC Sevelen: Nogueira Novais; Redzepi, Luan Isufi, Fazlija, Genc; Elduan Isufi, Yildiz, Maksuti, Kaurin, Cauterucci; Müller. – weitere eingesetzte Spieler: Sturzenegger, Demirbas, Cibil.

KF Dardania St. Gallen: Shehu; Daku, Lamaj, Briner, Mansaray; Jakupi, Beqiraj; Cassani, Morina, Agatic; Basic. – weitere eingesetzte Spieler: Ziba, Sulejmani, Krasniqi, Lela.

Bemerkungen: Verwarnungen: 18. Fazlija, 52. Yildiz.

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