Zweitbestes Projekt wird weiterverfolgt

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Sevelen Im Traktandum «Allgemeine Umfrage» kam Gemeindepräsident Roland Ledergerber unter anderem auf das geplante neue Betagtenheim zu sprechen. Im März 2017 hat die Bürger­versammlung dem Planungs­kredit von 1,1 Mio. Fr. zugestimmt. Wegen «nicht beeinflussbaren Umständen» sind nun aber ­Verzögerungen entstanden, so Ledergerber. Das Siegerprojekt des Ideenwettbewerbs könne wegen nicht konstruktiver Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro nicht weiterverfolgt werden. Die Jungarchitekten hätten die nötigen Überarbeitungen des Projekts an die Unterzeichnung eines Vertrags mit nicht trag­baren Bedingungen geknüpft, auf den die Gemeinde Sevelen nicht eingehen wollte.

Die Baukommission sieht nun vor, das zweitplatzierte Wettbewerbsprojekt weiterzuverfolgen. Ein erneuter Wettbewerb würde wieder viel Zeit kosten und zudem würden sich sowieso mehr oder weniger die gleichen Architekturbüros bewerben. «Das Betagtenheim hat erste Priorität», beteuert Ledergerber. «Wir streben eine möglichst rasche Umsetzung an – es muss vorwärtsgehen.»

Der Gemeindepräsident informierte auch kurz über den Stand des Areals Drei Könige im Kerngebiet von Sevelen. Der Gemeindesaal soll vorerst bleiben, wo er ist. Deshalb sei nur die ­Parzelle mit dem abbruchreifen Restaurant verfügbar. Es gebe ­Interessenten aus dem Detailhandel, die ein «Ärztehaus» mit keinem oder wenig Wohnraum und einer Tiefgarage bauen wollen. «Aber», betonte Ledergerber, «sie wollen kein Restaurant realisieren.» Und genau dies for­derte die Bevölkerung in der ­Vergangenheit. «Keine Bank und kein Investor wollen in ein Restaurant investieren, das haben die bisherigen Abklärungen er­geben», so Ledergerber. Er bat die Bevölkerung inständig, realistisch zu überlegen und von der Idee mit dem Restaurant Abstand zu nehmen. «Wir haben vor, im neuen Betagtenheim ein Restaurant für die öffentliche Nutzung zu integrieren».

Konzeptskizzen, die aufzeigen, was auf dem Drei-Könige-Grundstück möglich ist, sollen im Frühling 2018 vorliegen. (ch)